Lampertheim

Wirtschaft Landwirte besuchen Betrieb der Familie Billau

Vielfältiges Angebot an Gemüse

Archivartikel

Lampertheim.. Sie seien die „Könige ihrer Gemüsesorten“, von Kartoffeln, Zwiebeln, Bohnen, Weizen oder Sonderkulturen. So bezeichnete Willi Billau bei einem Ortstermin auf seinem Hof die Landwirte. Der Vorsitzende des Regionalbauernverbandes Starkenburg würdigte die Produktion seiner Kollegen vor Ort und die Direktvermarktung. Die Lampertheimer Bauern stellten den Verbrauchern ein vielfältiges Nahrungsmittelangebot zur Verfügung.

Das landwirtschaftliche Unternehmen der Familie Billau ist in der Römerstraße beheimatet. Beim benachbarten Bauernladen Helmut Steinmetz gibt es Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Schweinehaltung und -schlachtung. Landwirte aus Lampertheim und der Region besuchten den Hof der Familie Billau. An dem Treffen nahm auch FDP-Bundestagsabgeordneter Till Mansmann teil, der sich vor Ort über den Betrieb informierte.

Mansmann machte sich ein Bild von den Unterkünften und der Küche der Erntehelfer. Der Rundgang führte den Politiker auch zum Spargelsortierplatz, auf dem das frisch geerntete Gemüse von rumänischen Helfern gewaschen, geschnitten und nach Handelsklassen sortiert wird. Laut Willi Billau geschehe dies alles bewusst auf dem Hof, damit die Kunden die Weiterverarbeitung des feldfrischen Spargels sehen können. Die Abläufe sollten zügig erfolgen, weil davon Frische und Qualität des Gemüses abhingen. Die meisten Böden in Lampertheim seien Sandböden, die einen geringen Tonanteil hätten, so Billau. Weil die Böden schnell abtrockneten, seien sie rasch wieder befahrbar. Ein weiterer Vorteil des Untergrundes sei, dass er sich schnell erwärme. Diese Eigenschaften kämen den Landwirten zugute. „Wir verdienen vor allem auf den leichten Böden unser Geld“, stellte Willi Billau fest.

Zucht von Jungpflanzen

Sein Betrieb gliedert sich in mehrere Bereiche. Damit stelle das Unternehmen dem Verbraucher eine große Bandbreite an Produkten zur Verfügung. Außerdem betreibt Willi Billau mit seiner Frau Marita eine Jungpflanzenanzucht.

Bei dem Ortstermin machten die Landwirte auch auf ihre Probleme aufmerksam. Martin Billau beschrieb die zahlreichen Auflagen der Politik, die die Landwirte belasteten und die aus seiner Sicht nur große Betriebe erfüllen können. Helmut Steinmetz äußerte sein Unverständnis, dass Schlachthöfe in der Nähe geschlossen würden und die Tierhalter dadurch längere Transportwege in Kauf nehmen müssten.

Nach dem Besuch auf dem Hof der Familie Billau fuhr die Gruppe in die Böllenruthen, wo einige Bauern Hallen besitzen. Dort besichtigten die Landwirte auch den Knoblauchbetrieb von Konstanze und Ciprian Pantiru. roi

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