Lampertheim

Freizeit Stadt schaltet sich nach Gerüchten um Schließung ein

Vogelpark endgültig vor dem Aus?

Archivartikel

Lampertheim.Droht dem beliebten Lampertheimer AZ Vogelpark in diesem Jahr endgültig das Aus? Entsprechende Gerüchte kursieren in der Stadt. Einige Tiere sollen schon an andere Tierparks abgegeben worden sein. Bei den Vorstandsmitgliedern ist die Zuversicht geschwunden, dass der Park wie ursprünglich geplant am 7. April in die neue Saison gehen kann.

Wie der Kreis Bergstraße, dessen Veterinäramt als Aufsichtsbehörde zuständig ist, auf Anfrage mitteilte, hatte der Verein als Betreiber eine zeitlich befristete Genehmigung für den Betrieb. Diese sei aber Mitte vergangenen Jahres ausgelaufen, schreibt die Pressestelle in ihrer Antwort. Bei einer Kontrolle zu diesem Zeitpunkt sei festgestellt worden, dass die Voraussetzungen für einen künftigen Betrieb der Anlage zunächst hergestellt werden müssten. Bisher liege dem Veterinäramt kein neuer Antrag für einen Betrieb des Vogelparks vor.

Es fehlt an Mitarbeitern

Schon seit Jahren kämpfen die Verantwortlichen des Vereins mit den schwierigen Verhältnissen. Vor allem mangelt es an Mitgliedern und Helfern, die sich aktiv, regelmäßig und gewissenhaft einbringen, um den Betrieb den Auflagen entsprechend gewährleisten zu können. Zwar ist der Park ein beliebtes Ausflugsziel und immer kommen viele Besucher zu den Veranstaltungen. Das allgemeine Bedauern wäre sicher groß. Aber ohne umfangreiches ehrenamtliches Engagement ist die Arbeit eben nicht zu stemmen. Und die, die es bisher übernommen haben, sind inzwischen fast alle im höheren Rentenalter und manche krankheitsbedingt auch nicht mehr aktiv. Immer wieder hat der Verein Hilfe- und Aufrufe gestartet. Nach Aussagen des Vorstands haben sich darauf aber immer nur sehr wenige Menschen gemeldet. Es wurden vor allem ehrenamtlich Arbeitende gesucht, die die Fütterung und Pflege der Tiere übernehmen sollten. Etwa zehn engagierte Freiwillige wären nötig, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Auch den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung bereitet die Situation Sorgen. Ein Gespräch mit Bürgermeister Gottfried Störmer war in der vergangenen Woche geplant, fiel aber krankheitsbedingt aus. „Die Stadt hat ein großes Interesse daran, dass der Vogelpark bestehen bleiben kann – eben wegen seines hohen Freizeitwertes“, sagt Pressesprecher Christian Pfeiffer auf Anfrage. Die Stadt werde natürlich Unterstützung anbieten und versuchen, Lösungswege zu finden – aber nur im Rahmen einer Vereinsträgerschaft. Eine städtische könne nicht in Frage kommen, so Pfeiffer. Der Gesprächstermin solle aber auf jeden Fall nachgeholt werden. swa/roi

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