Lampertheim

Jahreshauptversammlung Veranstaltung findet unter Corona-Richtlinien statt / Kosten für Kranken- und Quarantänestation belaufen sich auf 50 000 Euro

Vogelpark soll attraktiver werden

Archivartikel

Lampertheim.Der Vorstand und die aktiven Mitglieder des A.Z. Vogelparks sind emsig am Bauen und haben noch viele Ideen im Kopf. „Die wir nach und nach umsetzen möchten“, sagte der Vorsitzende Stephan Germann. Doch die Ausbreitung von Covid-19 bremste das Team erst einmal aus. Für die Jahreshauptversammlung erarbeiteten die Aktiven ein Corona-konformes Veranstaltungskonzept. „Bedingt durch die steigenden Fallzahlen gelten bei uns strenge Hygienerichtlinien und Abstandsregelungen“, erklärte Germann. Da man in Corona-Zeiten möglichst draußen sitzen sollte, versammelten sich die Mitglieder im Freien. Einige Ehrenamtliche bewirteten die Mitglieder mit selbst gebackenen Kuchen, Kaffee und Kaltgetränken.

„Wir Aktiven sind ehrgeizig, hartnäckig und ein klein wenig verrückt und nur zusammen können wir so viel schaffen. Darüber hinaus stehen wir voll hinter unseren Aufgaben im Vogelpark“, bekräftigte der Vorsitzende. Er bedankte sich bei der früheren Parkleitung, dem Ehepaar Gerhard und Gerlinde Hartl, da sie stets helfend zur Seite stehen. Dann nahm er alle mit auf die Reise in das abgelaufene Jahr, in dem, im Hinblick auf Corona, vieles noch im Reinen lag. Außerdem standen bei der Versammlung Teilwahlen des Vorstands und Ehrungen langjähriger Mitglieder an.

Rückblick auf 2019 fällt positiv aus

Im Frühjahr 2019 war der bewährte Vorstand aus Altersgründen zurückgetreten und glücklicherweise stellte sich eine neue Vereinsleitung zur Wahl. „Mit dem Vogelpark ging es weiter, zahlreiche fleißige Hände haben von da an mit angepackt“, erklärte Germann. Eins sei klar gewesen, bei dem damaligen, vielfältigen Tierbestand konnte es nicht bleiben. „Jetzt besitzen wir neben rund 100 Vögeln und Hühnern, elf Ziegen, zwölf Wasserschildkröten und ein Pärchen Trauerschwäne“, so der Vereinsvorsitzende.

Er konnte über erfolgreiche Veranstaltungen im Jahr 2019 berichten. Wie die Eröffnung der Ferienspiele, dem Event „Der Park rockt“, den Herbstmarkt mit lokalen Beschickern und die 1000-Euro-Spende der Geschäftsführer des Fahrradgeschäfts „bike-innovations“, für die sich die Teilnehmer abstrampeln mussten. Die Crew hatte Fahrradfans eingeladen, zusammen mit ihnen den Melibokus zu erklimmen und für jede Bergauffahrt spendete das Team einen Euro in die Vereinskasse des Vogelparks. Auch der After-Work-Stammtisch, mittwochs ab 17.30 Uhr, im Vogelpark, wurde ins Leben gerufen. Die Helfertage mit den Lômbadda Babblern um Kalle Horstfeld und der Verköstigung des Bauernladens Steinmetz seien produktiv gewesen. „Überhaupt war es ein spannendes Jahr“, resümierte der Vorsitzende. Er bedankte sich bei den Unterstützern und Mitgliedern, die dem Verein die Treue hielten.

Spielplatz erhält Kletterturm

„Für 2020 hatten wir uns auch sehr viel vorgenommen, aber mit dem Coronavirus kam alles anders als geplant“, bedauerte der Vorsitzende. Der Vogelpark musste für Besucher seine Tür für die komplette Saison schließen. Der Tierbereich war schon geschlossen, da noch Sachkundenachweise für die Vögel fehlen. Auch hier machte der Coronavirus dem Verein einen Strich durch die Rechnung. Im November wird nun die erste Schulung sein. Im Herbst soll der Spielplatz für 1800 Euro – mit Unterstützung von Sponsoren – aufgewertet werden. Es wird ein Kletterturm aufgestellt. „Obendrein werden wir einen Rundweg anlegen, um den Vogelpark noch attraktiver zu machen“, erläuterte Germann.

Für den Gastronomie-Bereich wird eine konstante Wasserversorgung benötigt und für die Kranken- und Quarantänestation die Summe von 50 000 Euro. „Ohne die Modernisierung dieser Station bleibt der Tierbereich geschlossen“, hob er hervor. Und ergänzte: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Zustand zu ändern.“ „Die Fixkosten belaufen sich pro Monat auf 1850 Euro“, erklärte Kassiererin Sarah Germann. Unvorhergesehene Reparaturkosten von 6000 Euro mussten schon getilgt werden. Also werde nun gerechnet und gespart. Zum Haushalten trugen die Müllreduzierung und das Stromsparen bei. Außerdem wurde der Telefonvertrag gekündigt und die Mitgliederwerbung intensiviert. 30 Vogelhäuschen konnten gebaut und verkauft werden. „Wir nehmen auch gerne Vorbestellungen entgegen“, betonte Sarah Germann.

Überzeugendes Konzept

Sie fügte hinzu: „Wir bewerben uns bei zahlreichen Aktionen, um Geldspenden zu erhalten.“ Wie für das Crowdfunding mit der Volksbank Darmstadt-Südhessen und bei der Aktion Sparda vereint, bei der jede Stimme zählt. Vom Hessischen Umweltministerium gingen 500 Euro an den Vogelpark, da das Team bei einer Ausschreibung mit ihrem Konzept gegen Plastikverschwendung überzeugte. Auch die Meisenknödel, die das Team im November herstellt, sollen ohne Plastik auskommen. Im Park-Schaukasten sollen Beispiele der Plastikflut ausgestellt und dargestellt werden, wie lange die einzelnen Gegenstände für ihren Abbau benötigen.

„Der Mindestbeitrag für die Mitglieder bleibt bei zehn Euro. In der Satzung gibt es eine Formulierungslücke, die nach der Überarbeitung geschlossen und vorgestellt wird“, kündigte Stephan Germann an. Am Schluss der Versammlung hielt der Vorsitzende das neue Maskottchen des Vereins, einen Plüschstorch, hoch und taufte ihn auf den Namen „Heini“.

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