Lampertheim

Bildung Sport- und Kennenlernfest zum Beginn des Schuljahres in der Elisabeth-Seibert-Schule / Spiel als gemeinschaftsbildende Maßnahme

Von Chaos-Federball bis Hula-Hoop-Reifen

Lampertheim.Die ganze Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) ist in Bewegung. Sport, Spiel und Spaß gibt es in der Turnhalle, im Außengelände und im Erdgeschoss der Berufsschule zu erleben. Der Initiator und Ansprechpartner ist Lehrer Michael Kandel. Von der Lehrerschaft wurden Spiele ausgewählt, bei deren Bewältigung gute Stimmung aufkommt. Es ist auch zu entdecken, dass Fröbel-Spiele nicht nur Kinder, sondern ebenfalls Erwachsene begeistern können.

Das traditionelle Sport- und Kennlernfest – immer am Anfang des neuen Schuljahres – wird ausgetragen. Das Spiel war nicht nur in Friedrich Fröbels Pädagogik ein wichtiges Element, auch an einer Station im Hof der ESS. Und die jungen Leute lernen hier durch das Spiel. Nur mit dem Einsatz von Konzentration, Geschicklichkeit und Gemeinschaftssinn kommen die Klassen zum Erfolg. Außerdem geht es um Zeit und Punkte.

„Ihr habt noch zwei Minuten“, sagt Tobias Helfrich zu den agierenden Spielern. Der Lehrer hat die Stoppuhr in der Hand und nimmt die Zeit, um sie später in die Laufzettel einzutragen. Die Pädagogin Cornelia Heß ist beim Spiel mittendrin und motiviert ihre Gruppe: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Beim Chaos-Federball muss Schiedsrichter Axel Weimann eine kurze Spielpause einlegen, ein Federball ist weg. Ein kräftiger Schuss hat ihn hinter Matten positioniert.

Spiel bringt Schülern Gaudi

Normalerweise wird die beliebte Freizeitsportart Federball von zwei Teilnehmern gespielt. Hier erhält jeder Wetteifernde einen Federball, spielt diesen über das Netz und platziert ihn im gegnerischen Feld. Die jungen Leute versuchen, die Federbälle so oft wie möglich, hin und her zu spielen, ohne dass er auf den Boden fällt. Durch die Vielzahl von Bällen ist jedoch ein Chaos vorprogrammiert. Aber das Spiel bringt auch Gaudi pur.

Und erreicht eine Mannschaft einen Sieg, jubeln die Zuschauenden. Beim Reifenspiel macht die Sozialpädagogin Claudia Schwarz vor, wie’s geht und Thomas Gunkel, der Lehrer für Metalltechnik gibt das Kommando für die Teilnehmer und kontrolliert, dass die Regeln eingehalten werden. „Nicht so viel Kraft anwenden“, empfiehlt er einem Schüler, der gerade den Reifen rollen lässt. Das Spiel mit den Hula-Hoop-Reifen ist eine Geschicklichkeitsübung und bringt ein gutes Koordinationstraining für die jungen Leute. Auf das Zusammengehörigkeitsgefühl kommt es an, denn die Gruppe sammelt an dieser Station Punkte.

„Die drei besten Klassen des Sport- und Kennlernfestes erhalten Gutscheine“, erklärt Gunkel. „Es sind elf Stationen aufgebaut und pro Station gilt es zehn Punkte zu erreichen“, sagt Marita Hopp, die Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Nicht nur die Schüler lernten sich bei den sportlichen Betätigungen kennen, sondern auch ihre Lehrer. Und ein Blick auf die Homepage der Schule und dem Leitbild im Bereich Teamgeist bestätigt: „Wir, die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, sind keine Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer, sondern uns ist bewusst, dass wir vor allem in Teams konstruktive Arbeit leisten können.“ roi

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