Lampertheim

Ferienspiele Überlebenstraining beim Odenwaldklub

Waldmeister gesucht

LAMPERTHEIM.Konzentriert spannt Amelie die Korkenschleuder. Mit zusammengekniffenen Augen fokussiert das Mädchen ihr Ziel an – einen hölzernen Hasen. Ruckartig lässt sie los, Peng! Klarer Ohrentreffer. Für Amelie bedeutet das Punkte im Kampf um die Waldmeisterschaft und am Ende des Tages eine „Überlebensmedaille“. „Die Waldmeisterschaft überlebt nämlich nicht jeder“, verrät den rund 30 Kindern Wildnispädagoge Mirko Klein augenzwinkernd.

Auf dem Vereinsgelände des Odenwaldklubs (OWK) am Sandtorfer Weg dürfen sich die Ferienspielkinder an neun Stationen mit unkonventionellen Spielen versuchen. Baumstammkegeln, Axtwerfen oder Knüppelgolf – „gar nicht so einfach“, bemerken Finn und Jan. Der Ball will beim Golfen mit krummen Holzschlägern einfach nicht ins Loch. Spaß haben die Jungs aber trotzdem. Der OWK nimmt zum fünften Mal an den Ferienspielen teil, die Zusammenarbeit mit Mirko Klein besteht seit vier Jahren. Der Wildnispädagoge, der als Inhaber der Firma „Natur Hautnah“ auch das Walderlebniscamp im Stadtwald leitet, hat für die Kinder groß aufgefahren.

An der nächsten Station werfen Maxi und Paul mit einer Bola – zwei mit einem Seil verbundene Holzstücke – auf Äste. Die meisten Spiele hat Klein aus Naturprodukten wie Holz oder Tannenzapfen zusammengebastelt. Aber auch ein Tennisball ist mit von der Partie. Der OWK selbst ist mit fünf Helfern im Einsatz. „Wir beteiligen uns gerne“, lässt Pressesprecher Marius Schmidt wissen. OWK-Mitglied Dieter Steller frittiert auf der Terrasse Pommes und brutzelt Würstchen.

Im Vereinsheim haben die Ehrenamtlichen Brettspiele vorbereitet. Weil das Wetter hält, sind die Spielmöglichkeiten im Freien mit Waldmeisterschaft, Grünanlage und Spielplatz deutlich beliebter. Für den Klub ist der Ferienspieltag auch eine Möglichkeit, jungen Mitglieder zu werben. ksm

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