Lampertheim

Infrastruktur Tierheim und Vogelpark brauchen Lösung

Wasser für Böllenruthen

Archivartikel

Lampertheim.Lediglich die Grünen haben im Stadtparlament gegen den sozialliberalen Antrag gestimmt, das Areal „In den Böllenruthen“ mit Tierheim und Vogelpark ans öffentliche Wassernetz anzuschließen. „Es müssen dringend Lösungsansätze gefunden werden“, mahnte SPD-Fraktionsmitglied Carola Biehal. Vor allem das Tierheim klage über hohe Uran- und Nitratwerte im Brunnenwasser.

Mit drei Prüfpunkten wollte die CDU-Fraktion den Antrag der sozialliberalen Koalition erweitern: Es solle geprüft werden, ob die Einrichtungen an den Frischwasserbrunnen des Tierheims angeschlossen werden können, der vor kurzem von der Stadt geschlagen worden sei. Auch solle berücksichtigt werden, dass ein eingetragener Verein nicht den gleichen Kostenanteil wie ein Gewerbetreibender zu entrichten habe. Ferner sei zu prüfen, ob noch weitere Einrichtungen an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen werden können.

Keine Zustimmung fand der SPD/FDP-Antrag bei den Grünen. Durch Corona seien massive Ertragsrückgänge zu befürchten, meinte Fraktionschef Stefan Nickel. Bezüglich der Wasserversorgung sollten keine zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen eingegangen werden. Die Stadt schätzt die Investitionskosten auf 90 000 Euro. Außerdem dürfe kein Präzedenzfall für weitere Anschlüsse entstehen.

Dagegen sprach sich FDP-Fraktionschef Thomas Bittner dafür aus, „Hilfestellung für die Vereine“ zu geben. Dies bedeute nicht, dass nun alle Gebäude, die noch nicht ans Wassernetz angeschlossen seien, einen Anspruch darauf hätten. Bittner regte auch an zu prüfen, ob die Aufbereitung des Brunnenwassers beim Tierheim als Alternative in Frage komme.

Ohne die Grünen stimmten die Parlamentarier sowie dem Koalitionsantrag als auch den Prüfpunkten der CDU zu. urs

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