Lampertheim

Verein Pro Hüttenfeld Carmen Gaab-Edinger bleibt Vorsitzende / Marlon Schlindwein löst Werner Gaab als Rechner ab

Weihnachtsmarkt „steht in den Sternen“

Hüttenfeld.Alles beim Alten in Hüttenfeld: Die Tierkörperbeseitigungsanstalt (TBA) stinkt den Bürgern, der Verein Pro Hüttenfeld interveniert. Offenbar mit Erfolg – und auch künftig mit nahezu gleichem Personal. Bei der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus haben die Mitglieder ihren Vorstand um Vorsitzende Carmen Gaab-Edinger im Schnelldurchlauf für zwei weitere Jahre einstimmig wiedergewählt. Einziges neues Gesicht ist Marlon Schlindwein, der den früheren Vorsitzenden Werner Gaab als Rechner ablöst. Boris Bernardy, seit 2019 kommissarisch im Amt, wurde nun auch regulär zum Schriftführer gewählt.

Neu waren die Themen für den Verein, der sich die Verbesserung der Lebensbedingungen in Hüttenfeld zum Ziel gesetzt hat, im vergangenen Jahr nicht. Bekanntheit erlangten die Ehrenamtlichen mit dem Kampf gegen die damals vom Zweckverband Abfallwirtschaft (ZAKB) geplante Windkraftanlage auf dem ehemaligen Deponiegelände.

Auch das Thema Geruchsbelästigung durch die Tierkörperbeseitigungsanstalt (TBA) „SecAnim Südwest“ (ehemals Süpro) haben die Verantwortlichen schon lange auf der Tagesordnung. Nach vielen Beschwerden und der Installation einer Vorwaschanlage 2018 hatten die Bürger eine Verbesserung der Situation festgestellt. Nach der Übernahme durch die Firma SecAnim 2019 mehrten sich allerdings erneut Beschwerden. „Leider mussten wir wieder intervenieren“, so Gaab-Edinger. Das sei erfolgreich gewesen, die Geruchsentwicklung habe sich verringert.

Nichts versprechen

Sorge bereitet dem Verein aktuell etwas anderes. Ob mit dem traditionellen Weihnachtsmarkt die Hauptveranstaltung des Vereins in diesem Jahr stattfinden kann, ist coronabedingt völlig unklar. „Das steht noch in den Sternen“, erklärte Gaab-Edinger der Versammlung. Zum aktuellen Zeitpunkt könne sie nichts versprechen, will aber Kontakt mit der Stadt für ein mögliches Abstands- und Hygienekonzept aufnehmen. Ob ein solches Konzept überhaupt für den Winter Bestand hat und rund um das Hüttenfelder Bürgerhaus umsetzbar wäre? „Das weiß im Moment eigentlich keiner“, konstatierte die Vorsitzende. Wenn es zu einem zweiten Lockdown käme, seien ohnehin alle Planungen hinfällig. Außerdem müsse ein Weihnachtsmarkt mit all seinen Auflagen auch wirtschaftlich darstellbar sein, wie Vorstandsmitglied Peter Edinger einwarf. Schließlich wolle man als Verein das nicht wie in der freien Wirtschaft preislich auf die Besucher umlegen.

Ein Mitglied schlug vor, den rückseitigen Kerweplatz mit zu nutzen. Allerdings, merkte der scheidende Rechner Werner Gaab an, sei das nicht die ursprüngliche Intention des Marktes. „Das ist kein reiner Budenverkauf, der mit viel Abstand möglich ist. Der Weihnachtsmarkt soll ein Ort sein, an dem Hüttenfelder zusammenkommen und miteinander kommunizieren, ein Treffpunkt“, so Gaab. Das scheint mit entsprechendem Abstandskonzepten nur schwierig vorstellbar. Eines ist dabei schon jetzt klar: An die Bewirtung im Inneren und den Auftritt des Männergesangvereins (MGV) ist derzeit nicht zu denken. Der MGV hat bereits alle öffentlichen Aktivitäten bis zum 31. Dezember abgesagt.

Ein Ausfall wäre für Pro Hüttenfeld umso unglücklicher, weil gerade im vergangenen Jahr größere Investitionen ins Inventar getätigt wurden. Durch die Neugestaltung des Bürgerhaus-Platzes mit Starkstromanschlüssen habe man neue Verteiler und Kabel gebraucht, auch ein Bräter wurde neu gekauft.

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