Lampertheim

Hüttenfeld Radweg nach Viernheim wird kürzer

Weiterführung bis zum Kreisel nicht möglich

Archivartikel

Hüttenfeld.Der für 2022 geplante Radweg zwischen Viernheim und Hüttenfeld entlang der Landstraße 3111 endet wohl doch früher als gedacht. Nach den Planungen der Straßenbaubehörde Hessen Mobil führt der Weg nicht bis zum Kreisverkehr vor Hüttenfeld, wo sich die Viernheimer L 3111 und die Verbindungsstraße nach Lampertheim und Hemsbach (L 3110) kreuzen. Stattdessen endet der als Lückenschluss geplante Radweg noch im Wald, wo die Landstraße auf die Viernheimer Straße in Richtung Sportplatz trifft. Über diese Straße führt der Weg durch den Ort bis ans Litauische Gymnasium mit Anschluss ans Radnetz nach Hemsbach und Lorsch. Davon wurde der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung überrascht.

Bisher war das Gremium davon ausgegangen, der neue, 2,5 Meter breite Weg führe in 1,75 Meter Abstand zur Fahrbahn entlang der Landstraße östlich der Wohnbebauung bis zum Kreisel, wo er außerorts auf den Radweg nach Lampertheim getroffen wäre. Auch die Stadt hatte davon, so Erster Stadtrat Jens Klingler, erst auf Nachfrage bei Hessen Mobil erfahren. Ortsvorsteher Karl Heinz Berg erkundigte sich, ob im Zuge der Bauarbeiten nicht gleich der Entwässerungsgraben, der zwischen Landstraße und der Kleingartenanlage liegt, mit ausgebaggert werden könne. Just dieser Abschnitt scheint dafür verantwortlich zu sein, dass der Radweg dort nicht realisiert wird. Dass überhaupt gebaut werden soll, hat der Ortsbeirat aus dem „Südhessen Morgen“ erfahren. Damals hieß es nur, der Weg würde „in Hüttenfeld an den dort bestehenden Radweg angeschlossen“.

Zu wenig Platz

„Wir haben eine Weiterführung bis zum Kreisel in der Planungsphase überprüft. Das ist leider nicht möglich“, erklärte Jochen Vogel von Hessen Mobil. Für einen straßenbegleitenden Radweg sei auf dem letzten Stück kein Platz. Regenrückhaltebecken, Gewässer wie ein Anglersee, der Entwässerungsgraben sowie der Lärmschutzwall würden das unmöglich machen. Die Variante über die Viernheimer Straße hält er dennoch für eine „gute Lösung“. Der Ortsbeirat und Klingler sahen das kritisch. „Jeder logisch denkende Mensch wird einen Teufel tun, auf dem Weg nach Lampertheim einmal hin- und zurück durch Hüttenfeld zu fahren“, so Berg. Stattdessen befürchtet er, würden viele Radler im Anschluss die Landstraße auch ohne Radweg nutzen. ksm

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