Lampertheim

Kampfsport Kickboxer des Kanu-Clubs holen bei Wettkämpfen in Nordhorn drei WM-Titel

Weltmeister kommen aus Lampertheim

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Nehmen die Kickboxer von Meister Karl Heinz Ihrig an Wettkämpfen teil, sind Titel und Medaillen fast schon garantiert. Dass die herausragenden Leistungen der Kampfsportabteilung Team Ihrig aber nicht selbstverständlich sind, hat der Kanuclub nun mit einem Weltmeister-Empfang und der Ehrung seiner Kickboxer gezeigt. Calvin Riedl, Celine Siebenäuger und Celil Yahya Yildiz erkämpften sich bei der WM in Nordhorn am Wochenende insgesamt drei WM-Titel und drei Silbermedaillen. Der 14-jährige Riedl krönte sich bei seiner WM-Premiere gar zum Doppelweltmeister.

Die Erwartungshaltung, die sich die drei Kampfsportasse im Vorfeld selbst auferlegt hatten, war groß. Nicht weniger als den WM-Titel hatten die Drei als Ziel für sich ausgegeben. Doch die Sportler hielten, was sie versprochen hatten. In Nordhorn an der holländischen Grenze setzten sie sich bei den internationalen Titelkämpfen des WFMC-Verbandes gegen Kämpfer aus über 30 Nationen durch. Insgesamt trugen rund 900 Teilnehmer über 1000 Kämpfe aus.

Für Calvin Riedl war das Neuland. „Es war schon ein anderes Gefühl mit so vielen Kämpfen über zwei Tage, der Anreise und den Kosten über das ganze Wochenende. Das hat man schon im Hinterkopf“, gab der Neuling zu. Doch bei seinen Kämpfen blieb der junge Kickboxer ganz cool und räumte in der Jungendklasse gleich bei seinem ersten Auftritt alles ab, was es zu gewinnen gab. Sowohl im Leichtkontakt als auch im Point Fighting war der Lampertheimer nicht zu stoppen, konnte einen Kampf gar zu Null gewinnen. So durfte er sich gleich zwei WFMC-Weltmeister-Gürtel umlegen. Neue Ziele braucht sich der Nachwuchssportler nicht zu setzen, im kommenden Jahr kann er seine beiden Titel in einer höheren Alters- und Gewichtsklasse verteidigen.

Im Gegensatz zu Riedl sind seine Vereinskollegen Celine Siebenäuger und Celil Yahya Yildiz fast schon alte Hasen auf der WM-Bühne. Siebenäuger war im Leichtkontakt einmal mehr nicht zu schlagen. Wie schon in den Vorjahren dominierte die 16-Jährige ihre Kontrahentinnen und darf sich erneut Weltmeisterin nennen. Damit bleibt sie bei Weltmeisterschaften des WFMC im Leichtkontakt seit 2013 ungeschlagen. Auch im Point Fighting kämpfte sich die ehrgeizige Schülerin bis ins Finale vor, wo sie auf die gleiche Gegnerin traf. Diesmal hatte die Lampertheimerin knapp das Nachsehen. So hieß es am Ende, wie schon im Vorjahr: Gold und Silber für Siebenäuger.

Yildiz war sogar als amtierender Doppelweltmeister zu den Titelkämpfen angereist. Dennoch war für den Frankenthaler vieles anders. Als 18-Jähriger trat er erstmals bei den Erwachsenen an. „Letztes Jahr war ich der Älteste, dieses Jahr der Jüngste“, erzählte er. „Das ist schon ein Riesen-Unterschied“, gab auch Trainer Ihrig zu bedenken. Sein Schützling konnte dennoch nicht nur mithalten, sondern zog im Leichtkontakt und Kick Light erneut ins Finale ein. Dort musste er sich gleichermaßen unglücklich wie knapp geschlagen geben. Nach zwei Mal zwei Minuten Kampfzeit stand es Unentschieden, auch nach der Verlängerung war noch kein Sieger nach Punkten ermittelt. So gab es einen Kampfrichterentscheid zugunsten des deutlich erfahreneren Gegners.

Ehrennadel für alle drei Sportler

Dennoch eine außerordentliche Leistung, wie Trainer Ihrig klar macht: „Im ersten Jahr so mitzuhalten war sehr gut.“ Das meinte auch Vereinsvorsitzender Torsten Ohl und zeichnete alle drei Sportler mit der Vereinsehrennadel aus, der höchsten Auszeichnung, die der Kanu-Club vergibt.

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