Lampertheim

Kita Hofheim 24 Schulanfänger verabschiedet

Weltraummäuse fliegen mit der Rakete in die Schule

Hofheim.Mäuse sind schlauer, als man denkt. Um nicht von der Katze gefressen zu werden, erfinden sie zur Ablenkung einfach eine spannende Geschichte. Eine Geschichte von zwei Mäusen im Weltall, die dort ihr blaues Wunder erleben. Mit dieser überirdischen Theatervorstellung haben sich 24 künftige Schulanfänger von der städtischen Kita in Hofheim verabschiedet.

Mäuse sind nicht nur schlau, sie sind auch gute Wissenschaftler. Deshalb machen sich Jonas und Jermiah mit ihrer Rakete auf den Weg ins große Weltall. Ausgerüstet sind sie mit selbst gebastelten Mauseohren und einer Wissenschaftler-Taucherbrille. Dazu tragen sie Fahrradhelme, die mit silbriger Alufolie umwickelt sind.

Selbstgeschriebenes Stück

Dass sie im Weltall mit ihrer Rakete ausgerechnet in einen Meteoritenschauer geraten, dafür konnten sie nun wirklich nichts. Im Sturzflug retten sich die Theaterkünstler auf einen Wasserplaneten, wo sie die Meerjungfrauen Lea und Melina vor dem Ertrinken retten. Der Seepferdchendoktor päppelt sie wieder auf und lässt sie zum König bringen. Auf ihrer Reise treffen die Vierbeiner auf jede Menge Meerestiere, die von den Schulanfängern gespielt werden. Alle 24 Kinder sind am Stück beteiligt. In liebevoll gestalteten Kostümen wuseln sie über die Bühne und sprechen ihre Texte. Das Stück ist so charmant, weil sich die Kinder die Geschichte selbst ausgedacht haben. Zusammen mit der Stadtbücherei haben sie das Theaterstück geschrieben und sich so ihre eigene Abschiedsgeschichte ausgedacht. Zur Erinnerung gibt es für alle eine DVD und das Theaterstück in einem Buch.

Wie es das Schicksal will, hat nicht nur der Abschiedsabend, sondern auch die Geschichte ein Happy End. Die genesenen Mäuse verlieben sich in die zwei Meerjungfrauen, die sich in Mäuse verwandeln. Auf dem Rückweg zur Erde geben sie sich das Ja-Wort.

Im Anschluss an das Stück hatten auch die Eltern ein Programm vorbereitet. „Eine Kindertagesstätte funktioniert nur mit engagierten Eltern“, sagte Organisatorin Nina Wetzel. Die stellvertretende Leiterin beklagte allerdings, dass sich nur etwa die Hälfte der Eltern aktiv eingebracht habe. Diese hatten sich dafür umso mehr Mühe gegeben und eine Weltreise vorbereitet. In den verschiedenen Nationaltrachten und zu Liedern wie „Macarena“ führten sie durchs Programm.

Das Abschiedsfest hatte Nina Wetzel mit den Erzieherinnen Nathalie Smettan und Marlene Zittel vorbereitet. Sie wünschte den Kindern eine schöne Schulzeit. Und so flogen die 24 Weltraummäuse in Richtung Schule fort. ksm

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