Lampertheim

Reitverein Hofheim Für junge Reiter spielen nicht nur motorische Fähigkeiten eine Rolle, sondern auch Werte wie Disziplin, Teamfähigkeit, Respekt und Zuverlässigkeit

Wenn Ross und Reiter zur Einheit werden

Hofheim.„Bei uns steht gar nicht der Sport an erster Stelle, sondern der Umgang und Spaß mit dem Tier“ bringt die Vorsitzende Ramona Frank die Philosophie des Reitvereins auf den Punkt. So ganz nebenbei würden im Umgang mit den Pferden außerdem viele „Soft-Skills“ für das weitere Leben trainiert. Dazu gehöre Disziplin, Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit anderen Lebewesen gegenüber. Auch der Respekt vor dem Leben und vor Leistungen anderer und Teamfähigkeit zählen dazu. Die Fähigkeiten werden für Kinder und Jugendliche in der heutigen Zeit immer wichtiger.

Als weiteren wichtigen Aspekt nennt Frank das vielfältige Bewegungsangebot. Motorische Fähigkeiten werden spielerisch geschult, Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit, Ausdauer, Kraft und Reaktionsvermögen spielen eine große Rolle.

Verbindung zur Natur

Fast immer findet ein Großteil der Aktivitäten im Freien statt. Es gibt dabei jede Menge Verbindung zur Natur mit unendlichen Lernfeldern. Der Reitverein in Hofheim bietet Kindern und Jugendlichen einen betreuten Einstieg in die Bereiche Sport und Freizeit mit dem Pferd an. Die Kinder machen die Erfahrung, dass die Pferde eine andere „Sprache sprechen“, die es zu erlernen gilt. Das Pferd gibt ständig Rückmeldung ohne Ansehen der Person, was Kinder als sehr angenehm empfinden, da der Schulalltag immer anstrengender wird, sagt Ramona Frank. Der Unterricht dauert nicht 45 oder 60 Minuten, sondern erfordert Vor- und Nachbereitung, die durch Reitlehrerin und Vereinsmitglieder mitgetragen werden.

So entsteht ein tägliches Freizeitangebot mit vielen Freiheiten, aber unter Aufsicht. Bei schlechtem Wetter wird an der Theorie weiter gearbeitet. So nutzen die Ausbilderinnen auch das Angebot der reiterlichen Vereinigung, die ihnen Materialien zur Verfügung stellt. So soll Wissen nicht nur „trocken“, sondern attraktiv und anschaulich zur Visualisierung angeboten werden. Im Sommer macht die Arbeit im Freien mehr Spaß und der Verein organisiert ein Lager.

Es befindet sich unter dem Dach der Pferdeunterstände und ist mit frischem, dick eingestreutem Stroh ausgelegt. Die vierbeinigen Kameraden gucken nebenan von der Weide zu. Es ist eine Ferienzeit ohne geschlossene Wände. Spiel und Spaß stehen im Vordergrund. Die Reitausbildung erfolgt umfassend, nicht nur auf dem Platz im Viereck, sondern auch im Gelände durch Feld, Wald und Wasser. Fortgeschrittene können an kleinen Distanzwettbewerben teilnehmen. Mit Narsil steht ein Schulpferd zur Verfügung. Für die Lehrgänge auf dem Schulpferd gibt es Zuschüsse aus der Vereinskasse. Wünsche nach Lehrgängen werden berücksichtigt und können selbst geplant werden. Grundsätzlich werde dem Reiternachwuchs ein nachhaltiges, umweltschonendes Leben vermittelt, sagt Ramona Frank.

Dabei sei es möglich, auf moderne Materialien und Hilfsmittel zu verzichten, auch wenn diese gelegentlich genutzt werden. „Das Arbeiten an und mit Pferden ist für die Kinder und Jugendliche ein Erlebnis“, fügt sie hinzu . fh

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