Lampertheim

Vorlesewettbewerb LGL kürt beste Vorleserin

Wie Kino im Kopf

LAMPERTHEIM.Lesen kann am Lessing-Gymnasium (LGL) jeder. Vorlesen aber ist eine Kunst für sich. Nicht nur auf eine flüssige und fehlerfreie Wiedergabe kommt es an, sondern auch auf sorgfältige Pausen, die richtige Dosis an Betonung, den Wechsel zwischen Erzähler- und Protagonistenstimme und eine abwechslungsreiche Intonation. Kunstvoll ausgeführt ist das Vorlesen wie Kino im Kopf. Keine leichte Aufgabe also, der sich am Montag neun Sechstklässler im Rahmen des jährlichen Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels am LGL stellten.

Auf der ganzen Linie überzeugt

Im Vorfeld hatte jede sechste Klasse ihre zwei besten Vorleser ermittelt und die Klassensieger dann zum Schulwettbewerb in die Mediathek entsandt. Die lasen vor einer Deutschlehrer-Jury zunächst Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor, im Anschluss mussten sie einen völlig unbekannten Abschnitt aus der Weihnachtsgeschichte „David und der Weihnachtskarpfen“ vortragen.

Ronja Warmbold (6b) überzeugte sowohl mit ihrem Buch „Eltern zu verschenken“ von Bettina Obrecht als auch mit dem fremden Text auf ganzer Linie. Sie vertritt das LGL als Schulsiegerin beim Kreisentscheid Anfang nächsten Jahres. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten Emilia Haas mit „Die unendliche Geschichte“, von Michael Ende und Mia Fröhlich mit der Fantasy-Romanreihe „Warrior Cats“ der Autorengruppe Erin Hunter. Organisatorin und Deutschlehrerin Vanessa Mußler-Handschuh überreichte den jungen Leseratten als Belohnung Urkunden und Buchpräsente. Für die Deutsch-Lehrerschaft waren aber alle Teilnehmer Gewinner. Am Vorlesewettbewerb, 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Leben gerufen und seitdem organisiert, nehmen bundesweit rund 600 000 Schüler teil. Über Kreis-, Bezirks- und Landesentscheide qualifizieren sich 16 Sechstklässler für ein dreitägiges Finale in einem Berliner Fernsehstudio.

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