Lampertheim

Fastnacht Bei den Nubbelanern von Mariä Verkündigung wird schon eifrig geprobt / Noah Siegler will mit seinen Büttenreden das Narrenvolk amüsieren

Witzige Begebenheiten aus dem wahren Leben

Archivartikel

Lampertheim.Wenn die Akteure des Nubbelaner Carneval Vereins (NCV) der katholischen Kirchengemeinde Mariä Verkündigung um ihren Fastnachtspräsidenten Florian Weppelmann ihre Prunksitzung feiern, dann geht es rund. Schließlich heizen sie mit ihrer Bühnenshow dem närrischen Publikum mächtig ein. In diesem Jahr feiern die katholischen Fastnachter am Samstag, 2. März, ab 20.11 Uhr im Jugendheim an der Hagenstraße.

„Unser närrisches Programm setzt sich wieder aus Musik, humorvollen Beiträgen aus der Bütt und verschiedenen Tanzdarbietungen zusammen“, berichtet Weppelmann. Der Sitzungspräsident lobt die langjährige Beteiligung der hauseigenen Musiker, der NCV-Formation „Tornschlabbe“. Denn die Instrumentalisten werden wieder vor, während und nach der Bühnenshow live für die musikalische Gestaltung des Abends sorgen.

„Die Funken- und die Ranzengarde proben schon fleißig, und auch unser jüngster Büttenredner, Noah Siegler, bereitet sich bereits auf die Sitzung vor“, verrät Weppelmann. Siegler ist 22 Jahre alt und seit sieben Jahren bei den Nubbelanern aktiv. Seit sechs Jahren tanzt der Fastnachter in der Ranzengarde und steht nun das vierte Mal in der Bütt.

Als er vor sechs Jahren sein Debüt am närrischen Rednerpult feierte, hieß das Motto der Sitzung „Wetten, dass???“. „Wir haben Videobeiträge vorbereitet, in denen ich die Außenwette antrat. Diese bestand darin, vom Heidelberger Schloss nach Lampertheim zu joggen. So kam ich in meiner Bütt quasi direkt vom Lauf und erzählte dann in einer fiktiven Geschichte, was ich unterwegs Lustiges erlebt habe“, erinnert sich Siegler an die Gaudi. „Im vergangenen Jahr habe ich berichtet, wie ich zur Fastnacht kam. Und das habe ich so ehrlich wie möglich getan.“

Für die gute Laune zuständig

Dieses Muster will der Büttenredner beibehalten und auch in diesem Jahr wahre Geschichten aus seinem Leben wiedergeben. Witzig verpackt natürlich. Schließlich ist er als Büttenredner für die gute Laune zuständig. In dieser Kampagne wird er so manchen Schwank aus seiner Erfahrung als Betreuer von Freizeiten erzählen. „Im Alter von acht Jahren bin ich zum ersten Mal beim Zeltlager der Katholische Jugend Mariä Verkündigung (KJMV) mitgefahren. Seit ich 16 bin, mache ich als Betreuer mit und beteilige mich an der Organisation. Der NCV ist aus der KJMV hervorgegangen. Daher liegt das Thema ziemlich nahe“, kündigt Siegler an.

„In der Bütt werden von mir Geschichten von schönen, gruseligen, lustigen und anstrengenden Situationen zu hören sein. Die älteste Begebenheit ist vor 14 Jahren passiert, und das jüngste Ereignis ist vom vergangenen Sommer.“ Der Karnevalist freut sich darauf, seine Storys lebendig und spaßig rüber zu bringen, damit sich das Narrenvolk amüsieren kann.

Wenn der junge Mann nicht gerade für die Fastnacht unterwegs ist, dann studiert der 22-Jährige Philosophie und Linguistik in Mainz. Außerdem ist Siegler leidenschaftlicher Snowboarder und Skifahrer. Die Lampertheimer kennen ihn auch als Kerweborsch. So wurde ihm zur Eröffnung seines Kerwereigens die große Ehre zuteil, den prächtigen Kerwekranz vom Heimatmuseum zum Alten Rathaus zu buckeln.

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