Lampertheim

Bauausschuss Deutsche Reihenhaus AG stellt Pläne für Eugen-Schreiber-Straße vor

Wohnen an Bahngleisen

Archivartikel

Lampertheim.Seit beinahe zehn Jahren im Gespräch, wurden jetzt zumindest die Planungen für eine Wohnbebauung des Brachgeländes zwischen Eugen-Schreiber-Straße und Bahnschienen aufgenommen. Die Deutsche Reihenhaus AG mit Sitz in Köln will dort drei Blöcke mit insgesamt 32 Wohneinheiten errichten.

Der für die Bauleitplanung zuständige Architekt Peter Fischer berichtete im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss, auf dem Gelände sollen 64 Stellplätze beziehungsweise Garagen errichtet werden. Eine vorhandene Lärmschutzwand entlang der Gleise werde genutzt und verlängert. Die Konzeption für die zweigeschossige Bebauung inklusive Dachausbau sei dem Ziel verpflichtet, für „gesunde Wohnverhältnisse“ zu sorgen. Lärmquellen durch die Bahngleise, das benachbarte Gewerbegebiet und den Autoverkehr auf der Eugen-Schreiber-Straße seien auszuschalten. Eine ungestörte Kommunikation sei auch in den Außenbereichen zu gewährleisten. Ebenso seien Voraussetzungen für eine ungestörte Nachtruhe zu schaffen.

Die Planung sieht vor, ausschließlich Neben- und keine Aufenthaltsräume zu der den Bahngleisen zugewandten Seite anzuordnen. Dämm-Maßnahmen an den Gebäuden sollten besonders die Einflüsse durch vorüberfahrende Züge mindern. Laut Peter Fischer gingen die Lärmpegel in diesem Gebiet nicht über die für ein innerörtliches Mischgebiet typischen Werte hinaus. Der Architekt berichtete im Ausschuss auch über die geplante Umsiedlung von Eidechsen auf diesem Areal. Diese sollen in Hofheim ein neues Habitat finden.

S-Kurve entschärfen

Gedacht ist ferner an die Gründung einer Eigentümergemeinschaft, in deren Verantwortung etwa die Pflege der Grünanlagen falle. Der Stadt obliege dagegen die bauliche Anpassung der Eugen-Schreiber-Straße an die neuen Wohnverhältnisse. So soll die scharfe S-Kurve vor der Brücke über die Neuschloßstraße entschärft werden. SPD-Fraktionsmitglied Robert Lenhardt erwartet aufgrund der Planungen, dass sich in diesem Bereich ein „städtefreundliches Bild“ ergibt. CDU-Fraktionsmitglied Franz Korb wollte dagegen wissen: „Wann rollen die Bagger? Wann geht’s los?“ Er erhielt die Auskunft: „So schnell wie möglich.“ Mit einer Enthaltung (Grüne) wurde der Bebauungsplanentwurf mitsamt dem Vorhaben- und Erschließungsplan vom Ausschuss gebilligt. urs

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