Lampertheim

Bauausschuss Pläne für Tierbestattungen auf Waldfriedhof / SEL erschließt Gebiet zwischen Kärcher- und Eleonorenstraße

Wohnen im Sedan-Viertel

Lampertheim.Einen Bebauungsplan für den ersten Bauabschnitt des Neubaugebiets „Gleisdreieck“ zwischen Ringstraße, Andreasstraße und Bahngleisen bereitet die Verwaltung vor. Bauamtsmitarbeiterin Kerstin Weinbach berichtete jetzt im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss, die Bebauung rund um die Kindertagesstätte sei unabhängig von Auswirkungen der Stromtrasse, die mit einer Höchstspannungsleitung ausgestattet werden soll.

Auch die Erschließung durch Wege und Straßen würde durch einen Besiedlungsstopp nördlich des ersten Bauabschnitts keinesfalls hinfällig. Andererseits könnten weitere Baugrundstücke angeschlossen werden. Erstmals werde für ein derart großes Wohngebiet ein Energiekonzept erstellt.

SPD-Fraktionschef Marius Schmidt gefielen am Entwurf vor allem die Grünzonen. Er erinnerte an den parlamentarischen Beschluss, fünf Prozent der Bebauung für sozialen und bezahlbaren Wohnraum vorzusehen. Unterdessen erklärte der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft SEL, Jens Klingler, gegenüber FDP-Fraktionsmitglied Stefanie Teufel, für den Bau einer weiteren Kindertagesstätte auf dem Gleisdreieck sei kein Bedarf erkennbar.

Neue Wohngrundstücke schafft die Stadt auch im Viertel „Sedanstraße“ zwischen Martin-Kärcher- und Eleonorenstraße. Es wird via Ankaufmodell, also auf der Grundlage einer möglichst vollständigen Grundstückssicherung, entwickelt. Derzeit laufe ein Investorenwettbewerb, gab Kerstin Weinbach bekannt. Der Ausschuss empfahl den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zwischen SEL und Stadt einstimmig. Damit ist die SEL mit der Erschließung beauftragt. „Wir sind da nicht abgeschnitten“, beruhigte CDU-Fraktionsmitglied Franz Korb seinen Parteifreund Nunzio Galvagno, der sich um die Möglichkeiten der parlamentarischen Mitbestimmung sorgte.

Im Waldfriedhof kann eine 1,3 Hektar große Fläche neu genutzt werden. Im Arbeitskreis Friedhof hat man hierfür über die Einrichtung eines Tierfriedhofs, eines Biotops und einer Parkfläche nachgedacht. Die für ein Biotop nötigen Investitionen bezifferte die Leiterin der Technischen Betriebsdienste, Sabine Vilgis, auf 125 000 Euro.

Gegen die Einrichtung eines Biotops und eines Tierfriedhofs unter städtischer Regie regte sich im Ausschuss fraktionsübergreifend Widerstand. Außerdem gab es eine Kontroverse über die Frage, ob die Planungen für den Friedhof eine Linksabbiegespur erforderten. Bedenken, auch mit Blick auf die finanziellen Belastungen, meldeten Stefanie Teufel (FDP), Franz Korb (CDU), Fritz Götz (SPD) und Carola Biehal (SPD) an. Mit Blick auf die Abbiegespur mahnte Götz allerdings: „Es ist eine problematische Situation“, die eine Absicherung des Besucherverkehrs durchaus sinnvoll mache. urs

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