Lampertheim

SPD-Sommertour Hitze macht Kindertagesstätte zu schaffen / Baugenossenschaft stellt Neubau an der Landstraße vor

Wohnungen für Familien sollen ab 2020 in Neuschloß entstehen

NEUSCHLOß.Zweite Station, zweiter Stadtteil: Im Rahmen ihrer Sommertour hat die SPD in Neuschloß Halt gemacht. Dort gingen rund 20 Genossen „auf die Spuren ihres politischen Wirkens“, wie es Bürgerkammer-Vorsitzende Carola Biehal zur Begrüßung nannte. Im Mittelpunkt standen der geplante Sozialwohnungs-Neubau Wachholderweg auf dem ehemaligen Gelände der St. Andreas-Pfarrei und die Neugestaltung des Außengeländes in der städtischen Kita nebenan. Nach den Besichtigungen waren sich die Sozialdemokraten einig: „In Neuschloß geht’s voran“. Kleinere und größere Baustellen werde es zwar – besonders im Zuge der andauernden Altlastensanierung – weiterhin geben, weiß die ehemalige Ortsvorsteherin Carola Biehal. Die standen aber nicht auf dem Programm, stattdessen zwei sozialdemokratische Kernthemen: die Schaffung bezahlbaren Wohnraums und die Kinderbetreuung. Der 1988 erbauten städtischen Kita in Neuschloß macht aktuell die Hitze zu schaffen. Eigentlich waren die Genossen gekommen, um das in der Umgestaltung befindliche Außengelände zu begutachten. Der Gang durch die Einrichtung, bei dem sich alle in einer Sauna anstelle einer Kita wähnten, rief das Thema Hitze auf den Plan.

Temperaturen über 30 Grad

„In den letzten zwei Wochen herrschten im Inneren durchschnittlich 30 Grad“, so Kita-Leiterin Heike Heiß. Ein Problem der Einrichtung: „Man kann entweder lüften oder abdunkeln, aber nicht beides gleichzeitig“, erklärt sie.

Dankbar war Heiß der Verwaltung aber für ihr neues Außengelände. Weil das Thema Hitze auch im Freien eine Rolle spielt, haben die Technischen Betriebsdienste zwei große einholbare Sonnensegel installiert und Bäume gepflanzt. „Außerdem wurden ein Gemüsegarten angelegt und ein Sandspielhäuschen gepflastert. „Dazu kommen bald noch ein Trampolin, ein neues Spielhaus und eine Zufahrt zum Bobby-Car-Rundweg“, zählte Bauhofchefin Sabine Vilgis auf.

Große Pläne gibt es auch wenige Meter weiter. Noch liegt das 1742 Quadratmeter große Grünstück brach. Anfang 2020 sollen aber, so hofft Architekt Gerd Siegler, die Bagger anrollen. Auf einer Wohnfläche von 1269 Quadratmetern sollen 15 barrierefreie Sozialwohnungen nach neusten Standards entstehen (wir berichteten). Das t-förmige, etwa zwölf Meter hohe Gebäude soll mit Drei-, Vier- und Fünf-Zimmer-Wohnungen Platz für 55 Personen bieten. Besonderes Augenmerk liege auf Familien mit bis zu drei Kindern. Für den freien Markt sind die Wohnungen nicht bestimmt. „Hier dürfen nur Menschen mit einem sogenannten Wohnungsberechtigungsschein einziehen – also Menschen mit einem bestimmten maximalen Grundeinkommen“, erklärte der Geschäftsführer der Lampertheimer Baugenossenschaft (BGLA), Wolfgang Klee. Die Kosten würden sich auf 3,5 Millionen Euro belaufen. Nach zinsgünstigen Förderungen und Zuschüssen – auch seitens der Stadt – trage die Genossenschaft selbst eine Investitionssumme von 524 000 Euro.

SPD-Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt bedankte sich im Namen seiner Partei bei der BGLA. 2019 werde die Genossenschaft ihrem Slogan „Wir bauen“ gerecht. Bis Ende 2020 entstünden im Stadtgebiet 46 neue Wohnungen für 10,9 Millionen, insgesamt verwalte die BGLA dann knapp 800 Wohnungen mit über 1500 Bewohnern. In allen Stadtteilen entstehe so bezahlbarer Wohnraum, betonte Schmidt. „Die BGLA ist eine wichtige Stütze für uns“, fand er. Lampertheim nehme durch die Zusammenarbeit zwischen Politik und der Baugenossenschaft kreisweit einen Spitzenplatz bei der Schaffung günstigen Wohnraums ein. ksm

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