Lampertheim

Kanu Simon Specht peilt mit Junioren-Nationalmannschaft Weltmeistertitel an

WSV-Sportler gibt alles

Archivartikel

Lampertheim.Ein langer und harter Winter liegt hinter Simon Specht vom Wassersportverein (WSV) Lampertheim. Viele Trainingskilometer im Boot, beim Laufen und viele Stunden im Kraftraum hat er absolviert. Bis zu 18 Stunden in der Woche hat Specht trainiert. Sein Ziel ist die Junioren-Nationalmannschaft, berichtet der WSV via Pressemitteilung.

In der ersten Rangliste mit athletischen Prüfungen hat sich Simon Specht mit dem sechsten Platz eine gute Ausgangssituation geschaffen. Vier Tage vor der zweiten Rangliste schien der Traum Junioren-Nationalmannschaft zu platzen. Der Lampertheimer Sportler hatte 39 Grad Fieber und fühlte sich nicht wohl. An Training war nicht zu denken, das WSV-Trainerteam verordnete Specht eine Trainingspause bis unmittelbar vor dem Wettkampf.

Nach den ersten Paddelschlägen ging es dann schon fast um alles: Start zum Vor- und Zwischenlauf über die 500-Meter-Strecke. Im Vorlauf sollte Specht mit seinen Kräften haushalten, was aber schwierig war, da die besten Juniorenfahrer in Duisburg versammelt waren, um sich untereinander zu messen. Simon Specht wurde Fünfter und kam mit vier weiteren Sportlern ins Semifinale.

Zwei Stunden später ging es schon darum, nicht zu weit zurückzufallen. Mindestens das B-Finale war das Ziel. In einem spannenden Rennen erreichte der Lampertheimer Wassersportler das Finale A – dem WSV-Trainerteam fielen etliche Steine vom Herzen. Der zweite Tag war mit vier Rennen der umfangreichste. Simon Specht musste vier Mal an den Start. Erstes Rennen war gleich das Finale über 500 Meter. Hier erreichte der WSV-Sportler den neunten Platz – wenige Hundertstel hinter Platz fünf.

Optimales B-Finale

Daraufhin ging Specht auf der 200-Meter-Strecke an den Start – eine Distanz, die nicht zur seiner Paradediszplin gehört. Den Vorlauf überstand er problemlos, allerdings hatte er im Semifinale einen nicht ganz optimalen Start und kam als vierter ins B-Finale. Dort lief dann alles optimal und es zeigte sich, dass Specht auch im A-Finale vorne mitfahren kann: Er erreichte die insgesamt fünfte Zeit.

Sonntag war letzter Wettkampftag. Simon Specht ging auf seine Lieblingsstrecke, die 1000 Meter. Allerdings fragten sich die Trainer, wie ihr Schützling die Folgen seiner Erkrankung unmittelbar zuvor verkraftet hatte. Mit einem zweiten Platz im Vorlauf zeigte Specht vielversprechende Ansätze. Eine starke Zwischenlauf-Auslosung ließen das ganze WSV-Team jedoch etwas nervös werden, war in diesem Rennen ein Platz unter den besten Drei doch ganz wichtig. Konzentriert bereitete sich Simon Specht auf dieses Rennen vor und erreichte das A-Finale ohne Probleme.

Jetzt konnte Specht beruhigt ins nächste Rennen gehen, denn das Ziel Juniorennationalmannschaft war so gut wie erreicht. Auch im letzten seiner neun Rennen holte er nochmal alles aus sich heraus und belegte einen wertvollen sechsten Platz. Simon Specht hat als Erstjähriger in der Juniorenklassen gleich das Ziel Nationalmannschaft geschafft und damit sein großes Talent unterstrichen, wie sich seine Trainer freuen.

Am 19. Mai geht Specht nun mit der Nationalmannschaft ins Trainingslager, um sich anschließend auf einer internationalen Regatta für Ländermannschaften in Brandenburg für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. red

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