Lampertheim

Geselligkeit Fritz Setzchen feiert mit zahlreichen Bewohnern des Agaplesion Dietrich-Boenhoeffer-Hauses

Wunschkonzert zum 100. Geburtstag

Archivartikel

Lampertheim.Seinen 100. Geburtstag feierte Fritz Setzchen am Mittwoch im Hof des Agaplesion Dietrich-Bonhoeffer-Hauses. Das Personal bescherte dem noch recht fitten Altersjubilar an diesem besonderen Tag ein schönes Erlebnis und ließ ihn hochleben. „Wir wollen Herrn Setzchen besonders ehren und ihm heute sagen, dass es schön ist, ihn als Bewohner zu haben“, erklärte die kommissarische Betreuungsleiterin Bianca Hein. Den ganzen Tag über solle er besondere Aufmerksamkeit erfahren.

Schon am Morgen wurde der Jubilar mit einem Frühstück verwöhnt. Dazu gehörte eine liebevoll gestaltete Dekoration und ein Gläschen Prosecco. „Wie die Zeit vergeht“, seufzte Fritz Setzchen. Anschließend schwärmte er: „Es sind alle herzlich zu mir.“ Der Senior hat früher an der Weinstraße, in der Nähe von Bad Dürkheim, gewohnt. Und da das Weinbaugebiet der Pfalz exzellente Weine biete, sei er ein Genießer des edlen, weißen Rebensaftes.

Zahlreiche Gäste

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Feier in den Hof des Seniorenzentrums verlegt. Trotz des etwas ungemütlichen Wetters genoss der Jubilar seinen Geburtstag. Pianist Matthias Karb stimmte dem 100-Jährigen zu Ehren das Lied „Zum Geburtstag viel Glück“ an, und Heimleiter Henning Krey gratulierte Setzchen herzlich im Namen des Hauses. Trotz der aktuell angespannten Lage fand Krey eine fröhliche Runde vor. Er freute sich, dass – unter Wahrung der Abstandsregeln – viele Bewohner an dem Treffen teilnehmen konnten. Auch im Speisesaal und an den Fenstern verfolgten Senioren und Mitarbeiter das Geschehen.

Krey dankte den Helfern für die Vorbereitung. Dabei erinnerte er auch an das Sommerfest, das in diesen Tagen im Dietrich-Bonhoeffer-Haus hätte stattfinden sollen, das aber wegen der Corona-Krise abgesagt werden musste. „Aber heute feiern wir auch ein bisschen Sommerfest, trotz Nieselregen“, meinte Henning Krey.

Der Heimleiter bedankte sich ebenso bei Matthias Karb. Der Lampertheimer Musiker begeisterte die Zuhörer mit seinem Keyboardspiel und Gesang. Grund für seinen Auftritt war nicht nur das Geburtstagsfest. Marita Ernst hatte ihn engagiert. Sie ist Alltagsbegleiterin und kann wegen einer Erkrankung derzeit nicht im Bonhoeffer-Haus tätig werden. Ihr fehlten die Bewohner und die Mitarbeiter sehr, teilte sie mit. Noch dazu müsse das Personal ihren Job mitmachen. „Deshalb bedanke ich mich musikalisch bei euch. Ihr seid so nett zu mir, denkt an mich und habt Verständnis für meinen Ausfall“, bekräftigte die Alltagsbegleiterin.

Da Matthias Karb ihr Keyboardlehrer sei, habe sie ihn gebeten, als Dankeschön an die Kollegen ein Wunschkonzert zu geben. „Ich überreiche euch mit Matthias Karbs Liedern einen bunten Blumenstrauß“, sagte Marita Ernst.

Der Pianist selbst freute sich, in dieser schwierigen Zeit heitere Lieder zu spielen. Die zwei Ereignisse, der 100. Geburtstag und die Wunschmusik, passten auch wunderbar zusammen, so Karb. Anschließend beeindruckte er die Gäste mit Udo Jürgens Klassiker „Vielen Dank für die Blumen“. Beim Volkslied „Das Wandern ist des Müllers Lust“ sangen und klatschten die Senioren ebenso begeistert mit wie bei Andreas Bouranis Lied „Auf uns“. roi

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