Lampertheim

Umweltschutz Frisch angelegtes Beet auf dem Europaplatz soll Bienen und Schmetterlingen Nahrung bieten

Zarte Blüten und knackiges Obst

Archivartikel

Lampertheim.Es brummt, summt und flattert auf dem Europaplatz. Dort, im temporären Garten, wachsen Pflanzen, die Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrung geben. Bei einem Pressetermin stellte die Stadt Lampertheim nicht nur das frisch angelegte Beet vor, sondern wies auch auf die Aktion „Stadtradeln“ hin, die noch bis zum 26. Juni läuft. Und auch bunt bemalte Kiesel, die einen besondern Platz in dem liebevoll bepflanzten Gärtchen gefunden haben, spielen eine Rolle.

Die insektenfreundlichen Blumen und Nutzpflanzen wie Kräuter und Gemüse hat Jürgen Schuster gepflanzt. Die Vorbereitungen und die Grundlage für das Anlegen des Beetes und der Hochbeete, wie etwa fruchtbarer Boden und Einfassung, haben die Technischen Betriebsdienste unter der Leitung von Sabine Vilgis geschaffen.

In diesem Jahr sollte der temporäre Garten eher etwas dezent gestaltet werden, erklären die Fachbereichsleiterin und der Florist. Sie wählten die Farben Gelb, Blau und Weiß. So ist beispielsweise die „Schwarzäugige Susanne“ zu bewundern, die zu den beliebtesten Kletterpflanzen gehört und zarte, dunkelgelbe Blüten besitzt. Lavendel in den Farben Blau und Weiß darf nicht fehlen, denn sein starker Duft zieht viele Insekten an, wissen die Gartenspezialisten. Obendrein wurde „Männertreu“ gepflanzt, da die Pflanze mit den feinen blauen Blüten bis in den Herbst hinein reichlich blüht.

Naschen erlaubt

In den Hochbeeten sind auch eine Zucchini, Kräutersorten, Tomaten und Erdbeeren zu entdecken. „Beim Gemüse und Obst ist Naschen erlaubt, aber die Mitnahme von Pflanzen verboten“, betont Sabine Vilgis. Das Ernten von Obst und Gemüse in den Hochbeeten finde im Rahmen des Projektes Stadtumbau statt. Dass die Pflanzen im Blumenbeet niedrig gehalten wurden, hat auch einen Grund. In der Anlage steht ein blaues, blumengeschmücktes Deko-Fahrrad. Daran lehnt ein Schild mit der Aufschrift „Klima-Kommune Lampertheim“ und verweist auf das Klimaschutzprojekt Stadtradeln. „Das Thema des temporären Gartens ist in diesem Jahr dem Radfahren gewidmet“, erklärt Katja Stotz-Sen. Die Rathausmitarbeiterin lädt zum Stadtradeln ein. „Die Stadt Lampertheim nimmt erstmals an dem Projekt teil“, erläutert sie. „Mitfahren kann jeder, der in Lampertheim wohnt, arbeitet oder einem Verein angehört.“ Mit dem Projekt solle auf den Klimaschutz aufmerksam gemacht werden. Derzeit radelten rund 120 Teilnehmer mit, Neueinsteiger sind gerne gesehen. Als ausdauernde Fahrradfahrer waren Ute Striebinger, Geopark-Begleiterin, und Stadtradelstar Frank Behrens mit vor Ort.

Rhein-Steine mit Geschichten

Eine Schnur mit bunt bemalten Steinen war in dem Beet ebenfalls zu entdecken. Ob mit Leuchtturm- oder Marienkäfermotiv, die bemalten Rheinsteine glänzen in der Sonne. Katja Stotz-Sen berichtet von einer Facebook-Gruppe zu den RheinStein-Geschichten: Die Steine sollten bemalt werden und auf der Rückseite den Hinweis auf die Facebook-Seite erhalten. „Wer einen Stein findet, postet sein Bild in Facebook und legt ihn an einem anderen Ort ab.“ Die beiden Mädchen Ornela und Lorijana Muzlijaj, die mit einigen kleinen Helfern zu dem Pressetermin mitgekommen sind, haben schon etliche Steine liebevoll angemalt und ausgelegt.

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