Lampertheim

Fastnacht Mondhexen Lu-La feiern Ordensfest mit Hexentaufe / Bürgermeister Gottfried Störmer bleibt auch in Bedrängnis cool

Zaubertrank heizt wildes Treiben an

Lampertheim.Der Vorhang öffnete sich und das Bühnengeschehen erinnerte an einen Hexentanzplatz. In etwa so, wie die Walpurgisnacht im Harz beschrieben wird: mit einem Schauplatz des wilden Treibens von Hexen, Teufeln und mystischen Gestalten. Nur spielte sich das festartige Treffen in der Lampertheimer Zehntscheune ab.

Die Mondhexen Lu-La um "Owwerhexe" Petra Dembski und Teufel Peter Fritz hatten zum Ordensfest mit Hexentaufe eingeladen. Und weil den Hexen magische Fähigkeiten zugeschrieben werden, waren die Gäste nicht vor Überraschungen sicher. Rosel Steinbacher kochte in einem großen Kessel einen Zaubertrank für die spätere Hexentaufe und Gaby Gonschorek braute einen giftgrünen Hexentrank, der gläschenweise während der Ordensübergabe überreicht wurde.

Laut ihrer geheimnisvollen Aussage soll das Mischgetränk verjüngend wirken. Und von daher war das angebliche "Therapeutikum" bei den Narren sehr begehrt. Auch die kleine, fliegende Hexe Emma - der Talisman der Mondhexen - war mit von der Partie. Wenn ihr die Zeit zu lang wurde, drehte sie auf einer Drohne ein paar Runden durch den Saal. Gaby Gonschorek lieh dem kecken Zauberwesen ihre Stimme.

Eine Vielzahl von Delegationen befreundeter Fastnachtsvereine hatte sich auf den Weg in die Spargelstadt gemacht und gab sich nun die Türklinke in die Hand. Heimvorteil hatten die Fastnachter des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß (CCRW). Einen Tag zuvor war Jennifer I. auf dieser Bühne in der Zehntscheune zu Lampertheims Stadtprinzessin gekrönt worden. Jetzt ließ sie sich von den Hexen verzaubern. "Es ist so weit, wir feiern zusammen die fünfte Jahreszeit. Lasst uns lachen und auch singen und das Tanzbein schwingen", empfahl Jennifer I. Für ein Tänzchen war die Zeit dann doch zu knapp, zumal die Hexen viel lieber um ein Feuer herum tanzten.

Prosit mit Teufel

Doch es gab zumindest für jeden der Abordnungen einen Hexentrank, bei dem auf den CCRW angestoßen wurde. Ein Prosit mit dem Trinkspruch: "Den Blick zum Mond, dem Teufel sei Dank." Und runter mit dem rätselhaften Trank. "Wir sind gerne zu euch gekommen, wir wünschen der Zunft eine tolle Kampagne", beteuerte Markus Gutschalk, Sitzungspräsident des CCRW. Nach dem dreimal ausgerufenen Hexenschlachtruf "Alla Hex" zogen die rot-weißen Narren weiter zum nächsten Ordensfest.

Auch Bürgermeister Gottfried Störmer geriet in die Fänge der Hexen. "Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut", meinte Teufel Peter und schenkte dem Verwaltungschef eine Kerze. "Damit Ihnen ein Licht aufgeht", sagte "Owwerhexe" Petra mit einem verschmitzten Lächeln. Und Klein-Emma fragte den Bürgermeister: "Hast du zu Hause auch eine Hexe? Wo ist die jetzt? Kann die auch fliegen?" Themen, die das Hexlein wirklich nichts angehen. Doch Störmer blieb cool.

Kurz darauf wurde das Hexenmariechen Jacqueline Fritz angekündigt, das nach flotten Rhythmen tanzend und Rad schlagend über die Bühnenbretter wirbelte. "Das war Spitze!", so die zuschauenden Narren. Spitze war auch die Darbietung der "Biwwelser Babbel Dasche". Die Nachwuchskarnevalisten entführten mit einer getanzten Peter Pan-Kindergeschichte die zuschauenden Narren in das Nimmerland. Hübsch war auch der Besuch der Abordnung des Karnevalvereins Heidelberger Schloss-Narren mit ihren Kinderprinzen Erik I. und Malte I.

Richtig laut wurde es mit den Heddesema Zahlekracher. Die Guggemusiker zogen mit Trommeln und Trompeten ein.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel