Lampertheim

Debatte Andrea Arndt erhält auf ihre Petition viel Zustimmung

Zufahrt ans Rheinufer soll frei bleiben

Archivartikel

Lampertheim.Mehr als 200 Reaktionen hat Andrea Arndt auf ihre Online-Petition zum Lampertheimer Rhein erhalten. Ein Erfolg? „Ich habe, ehrlich gesagt, noch mehr Zuspruch erwartet“, sagt die ehemalige Lampertheim, die vor zweieinhalb Jahren ins fränkische Unterwaldbehrungen gezogen ist. Etwa alle zwei Wochenenden macht sich Andrea Arndt auf die 220 Kilometer lange Strecke, um nach ihrer Familie in Lampertheim zu sehen – und um Erinnerungen an ihre Kindheit aufzufrischen.

Diese sind stark mit Fahrten und Besuchen am Rheinufer verknüpft. Auch mit ihren eigenen Kindern fährt Andrea Arndt gerne an den Strom. Jugendliche träfen sich dort, um zu klönen. Für die ehemalige Lampertheim gehört die Fahrt an den Rhein dazu, „das Leben zu genießen“.

Chaos und Müll

Doch damit ist es jetzt vorbei. Zumindest an Wochenenden. Wie berichtet, hat Bürgermeister Gottfried Störmer die Zufahrt zum Rhein über die Nato-Straße gesperrt. Anlass war der starke Andrang von Autofahrern, die bis weit ans Wasser vorfuhren und damit die Zufahrt für übende Rettungskräfte versperrten. Auch bereitete der hinterlassene Müll Verdruss. Doch mit dem Verbot werden nach Auffassung Andrea Arndts eben auch alle jene getroffen, die sich ordentlich verhielten und im Sommer lediglich ein kühles Plätzchen suchten. Ihre eigenen Kinder habe sie so erzogen, dass sie die Natur nicht als Müllhalde missbrauchten. Es müsse doch möglich sein, meint sie im Gespräch mit dieser Redaktion, dasselbe auch von Erwachsenen zu verlangen.

Lückenlose Kontrollen könnten die wirre Situation am Rheinufer denn auch verbessern, glaubt Andrea Arndt. Nachdem sie mit Anrufen bei der Lampertheimer Stadtverwaltung aber nichts ausrichten konnte, hat sie sich dazu entschlossen, eine Online-Petition zu verfassen. Auf der Plattform onlinepetition.de hat sie ein Schreiben formuliert, um gegen die aus ihrer Sicht drastische Maßnahme auf der Zufahrtstraße zum Rhein zu protestieren.

Sammeln von Unterschriften

Dank der digitalen Beteiligungsmöglichkeit erhofft sich Andrea Arndt, eine Lockerung des Fahrverbots durchsetzen zu können. Sie sammelt inzwischen auch Unterschriften. Ihre feste Überzeugung: Gerade in Corona-Zeiten sei menschlicher Kontakt wichtig. Einschränkungen müssten zwar sein; dennoch dürfe der Kontakt durch unnötige Verbote nicht noch weiter behindert werden.

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