Lampertheim

Amtsgericht Lampertheim Verhandlungen finden nur noch in dringlichen Fällen statt

Zugang noch stärker reglementiert

Archivartikel

Lampertheim.Auch das Lampertheimer Amtsgericht ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus von weiteren Einschränkungen betroffen. Bis auf Weiteres wird der Zugang zum Amtsgericht für Personen, die keine Justizbediensteten sind, auf ein absolut notwendiges Minimum beschränkt. Dies teilt am Mittwoch Amtsgerichtsdirektor Lothar Schwarz mit.

Von persönlichen Vorsprachen solle nach Möglichkeit abgesehen werden. Das Gericht soll nur in dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten aufgesucht werden. Was dazu zählt, sollte im Zweifelsfall telefonisch vorab geklärt werden. Anträge und andere Anliegen sollten ebenfalls per Telefon, Telefax oder auf schriftlichem Weg gestellt und vorgebracht werden. Anträge auf Beratungshilfe, Erteilung von Auszügen aus dem Grundbuch und und Zeugen- und Sachverständigenentschädigungen werden nur noch schriftlich bearbeitet.

Anträge, die persönlich zum Gericht oder zur Staatsanwaltschaft gebracht werden, sind dem Sicherheitspersonal an der Pforte zu übergeben. Sie werden von dort entsprechend weitergeleitet. Das Amtsgericht empfiehlt Online-Formulare zu nutzen, die auf der Homepage des Oberlandesgerichts Frankfurt (ordentliche-gerichtsbarkeit.hessen.de) abgerufen werden können. Fragen zu sämtlichen Anliegen mit Justizbezug werden auch vom digitalen Servicepoint der Justiz in Hessen beantwortet. Die kostenlose Rufnummer lautet 0800/ 96 32 147 und ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Auch per E-Mail an servicepoint@justiz.hessen.de ist ein Kontakt möglich.

Zum Besuch öffentlicher Gerichtsverhandlungen ist der Zutritt zu den Gebäuden weiterhin möglich, allerdings nur soweit er erforderlich ist. Terminladungen sind vorzuzeigen. Das Amtsgericht bittet pünktlich, aber nicht zu früh, zu den Terminen zu erscheinen, um unnötige Wartezeiten zu verhindern. Auch Rechtsanwälte erhalten nur Zutritt zu den Gebäuden, wenn eine Gefährdung anderer Personen ausgeschlossen werden kann. Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln sind einzuhalten. Personen, die in den vergangenen 14 Tagen in den bekannten Risikogebieten oder in Österreich, der Schweiz oder den französischen Alpen waren oder Kontakt zu einer am Coronavirus erkrankten oder infiziert-verdächtigten Person hatten. Auch wer entsprechende Symptome hat, wird nicht eingelassen.

Das Amtsgericht bittet um Verständnis, dass es zu Terminaufhebungen kommen kann. Die Richter werden nur noch dringliche Fälle verhandeln, heißt es in der Mitteilung. Gleiches gelte für Termine bei den Gerichtsvollziehern und zur Zwangsversteigerung. Außerdem werden die Einschränkungen insgesamt zu Verzögerungen führen. red

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