Lampertheim

Sport und Flüchtlinge Lampertheim erhält 12 500 Euro

Zuschüsse für Vereine

Archivartikel

Lampertheim.Vereine, die Asylsuchende aufnehmen, können aus dem Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ Zuschüsse erhalten. Davon profitieren Lampertheimer Vereine bereits im dritten Jahr: Nach 2016 und 2017 hat Finanzdezernent Jens Klingler jetzt abermals einen Förderbescheid aus Wiesbaden erhalten. Er ist über die Gesamtsumme von 12 500 Euro ausgestellt. Vereine können bis 31. Juli einen formlosen Antrag auf Bewilligung eines Zuschusses stellen.

Auch im vorigen Jahr wurden Lampertheimer Vereine aus dem Programm mit insgesamt 12 500 Euro gefördert. Im ersten Jahr waren es noch 10 000 Euro. Die Höhe der Gelder bemisst sich nach der Zahl der in einer Kommune aufgenommenen Flüchtlinge. Derzeit leben in Lampertheim 616 Asylsuchende. Laut Sportcoach Marius Schmidt wurden im vergangenen Jahr zwölf Lampertheimer Vereine gefördert. 2016 waren es neun Vereine. Zuschussfähig seien sowohl Übungsleiterstunden als auch Sachmittel.

Vom Landesprogramm profitierten laut Schmidt beispielsweise Schwimmkurse für Flüchtlinge in den Biedensand-Bädern. Auch eine Tischtennisplatte für die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte in der Florianstraße wurde angeschafft. Gefördert werde auch der Sport & Fun Day des Lampertheimer Jugendbeirats, der in diesem Jahr am 30. Juni veranstaltet werde. Schmidt wie Klingler sehen in der Aufnahme von Flüchtlingen durch Vereine einen wichtigen Beitrag zur Integration. Nach Angaben von Sportcoach Schmidt wird der Lampertheimer Kanu-Club ab diesem Jahr erstmals Turnstunden für Flüchtlingskinder anbieten.

Am gefragtesten unter den Asylsuchenden hätten sich freilich Fußball- und Fitnesstraining erwiesen, wie Horst Schmitt, Fachdienstleiter für Soziale Sicherung bei der Lampertheimer Verwaltung, beim Pressegespräch ergänzt. Gesucht werde derzeit eine Trainerin für einen Sportkurs für Frauen in den Unterkünften in der Florianstraße. urs

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