Lampertheim

Lessing-Gymnasium Mehr als 100 ehemalige Abiturienten feiern Wiedersehen in ihrer alten Schule / Rektorin: „Alle haben hier Spuren hinterlassen.“

Zwischen Neugier und Nostalgie

Archivartikel

LAMPERTHEIM.„Remember the days of the old schoolyard“ – Erinnere dich an die Tage auf dem alten Schulhof: Diesem Titel eines alten Cat-Stevens-Songs folgten am Samstag über 100 ehemalige Abiturienten des Lessing-Gymnasiums (LGL) und seines Vorgängers, der Gymnasialen Oberstufe Lampertheim (GOL). Mit dem Ehemaligen-Treffen in der Mensa feierten die Abi-Jahrgänge 1978, 1983, 1988, 1993, 1998, 2003 und 2008 ein ganz besonderes Wiedersehen.

So alt wie ein Cat-Stevens-Song

Fast so alt wie das Lied, das aus dem Jahr 1975 stammt, sind auch die Schulabschlüsse der ältesten Ehemaligen, unter ihnen Bürgermeister Gottfried Störmer. Vor 40 Jahren hatten sie in der Spargelstadt ihr Abitur bestanden. Umso begeisterter war die amtierende Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur von der großen Resonanz gerade aus diesem Jahrgang.

Um sich die längst verblassten Bilder und schönen Erinnerungen wieder ins Gedächtnis zu rufen, brauchten die Ehemaligen wahrlich viel Fantasie. Schließlich hat sich das Lessing-Gymnasium, das im vergangenen Jahr selbst sein 30-jähriges Bestehen feierte, seitdem stark verändert. Sternwarte und Mensa kannten die meisten nur vom Hörensagen, aber selbst Gebäudeteile des heutigen Altbaus erkannte manch einer nicht wieder.

Für die Ehemaligen standen aber ohnehin die persönlichen Geschichten, die sie mit ihrer Schule verbinden, im Mittelpunkt. Was machen die erste große Liebe oder der Sitznachbar von damals heute? Und was wurde eigentlich aus dem Klassenclown, der die Lehrer zur Weißglut und die Mitschüler zum Lachen brachte? „Es ist ein Treffen im Zeichen der Nostalgie, aber auch der Wiederbegegnung und des Freuens“, betonte Weimar-Ekdur in ihrer Begrüßungsrede.

Beim Sektempfang zuvor trafen sich nicht nur ehemalige Klassenkameraden, sondern auch pensionierte Lehrer waren dabei. Die Ehemaligen freuten sich besonders über den Besuch des ersten LGL-Schulleiters Helmut Walter und der mittlerweile pensionierten Lehrer Karl-Heinz Fuchs und Lothar Hutz. Der langjährige Oberstufenleiter Fuchs hatte sich erst im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet – zuvor hatte er sage und schreibe 40 Jahrgänge an GOL und LGL verabschiedet. Er sei wohl der Einzige im ganzen Saal, den jeder Schüler noch persönlich kennen könnte, vermutete Weimar-Ekdur.

Prägende Jahre gemeinsam erlebt

„Mit dem Ehemaligen-Treffen wollen wir Menschen zusammen bringen, die am Biedensand gemeinsam die prägendsten Jahre ihrer Persönlichkeitsentwicklung verbracht haben. Und sie alle haben hier Spuren hinterlassen“, erklärte die Schulleiterin. Die konnten sie beim gemeinsamen Blättern in alten Abi-Zeitungen und Jahrbüchern verfolgen.

Dazwischen spielte Gymnasiastin Nina Laut, die im kommenden Jahr ihr Abitur ablegt, Mozarts Fantasie in C-moll sowie „Claire de Lune“ von Debussy am Flügel. Im Anschluss an den offiziellen Teil bestand Möglichkeit zum ausgiebigen Austausch. Viele frühere Cliquen hatten sich außerdem zu Anschlusstreffen am Abend in der früheren Heimat verabredet. ksm

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