Leserbrief

Die Grünen gleichen einem politischen Chamäleon

Zum Leserbrief von Erhard Renz vom 6. Mai:

Den von Herrn Renz in seinem Leserbrief in den Raum gestellten Aussagen muss ich widersprechen. Wer meinen Beitrag gelesen hat, weiß, dass ich verschiedene Vorgänge in Bürstadt angesprochen habe, nicht allein den Verkauf der Kettelerstraße an die Bensheimer Dietz AG. Herr Renz setzt den Schwerpunkt seiner "ökologischen Politik" bekanntlich auf die Solarenergie. Diese Technik ist ebenso ökologisch fragwürdig wie ökonomisch unsinnig. Die staatliche Förderung nach dem EEG ist nichts anderes als eine gewaltige Umverteilung von Geldern von unten nach oben auf dem Rücken der Stromkunden - aber dies nur nebenbei.

Ihre Partei hat sich an der gemeinsamen Erklärung der Bürgermeisterin und der Fraktionsvorsitzenden der im Stadtparlament sitzenden Parteien beteiligt und ausdrücklich Einigkeit über Parteigrenzen hinweg für anstehende Großprojekte signalisiert. Interessant ist die Haltung Ihrer Partei zum Turnvater Jahnplatz. Das AWO-Projekt ist Gott sei Dank "vorerst" vom Tisch, aber an einer Bebauung wird ja grundsätzlich festgehalten. Zunächst befürwortete Herr Metzner eine Bebauung des Platzes mit eine Flüchtlingsunterkunft. Dann stimmte man dem AWO-Projekt im Ausschuss zu. Später, als man sah, dass sich ein Großteil der Bürger gegen die Bebauung wendet, schwenkten Sie um und lehnten die Bebauung plötzlich ab, um dann in dem bereits erwähnten Pressetermin wieder Einigkeit mit den anderen Parteien zu signalisieren. Ihre Partei gleicht einem politischen Chamäleon, das in der Lage ist, permanent die Farbe zu wechseln, je nach politischer Wetterlage. Die Farbe "Grün" sieht man aber immer weniger.

Aufs Schärfste verwahre ich mich dagegen, dass Herr Renz das Gerücht streut, ich würde mich "bei politischen Alternativen", hier meint der Sonnenflüsterer wohl die AFD, engagieren. Ich gehöre keiner Partei an, und daran wird sich nichts ändern. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Bürgerinteressen von der genannten "Alternative" weitaus besser vertreten werden als von der Partei des Herrn Renz. Wenn Herr Renz und seine Mitstreiter bei dieser Partei nicht gerngesehen sind, so ist das nachvollziehbar sicherlich dem Verhalten der Grünen-Parteiführung geschuldet.

Die Büttenreden überlasse ich Ihnen, Herr Renz, denn die Narrenkappe steht Ihnen besser zu Gesicht als mir.

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