Leserbrief

Es gibt nur eine Erde, auf der es weiterhin lebenswert bleiben soll

Zum Grünen-Antrag, in Bürstadt den Klimanotstand zu erklären:

Im Internet findet sich folgende Definition zum Klimanotstand: Die Erklärung des Klimanotstands ist ein Beschluss von Parlamenten … oder Verwaltungen … , mit dem sie erklären, dass es eine Klimakrise gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.

Es geht somit um den Umgang mit der menschengemachten globalen Erwärmung (Klimawandel). Das Ausrufen eines Klimanotstandes besagt also vor allem, dass wir uns eingestehen, dass wir ein Klima-Problem haben. Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher.

Wieso denn nicht? Weil es nur eine Erde gibt, auf der es am besten weiterhin lebenswert bleiben sollte. Und das müsste eigentlich jedem klar sein. Meines Erachtens und auch nach Ansicht vieler Klimaforscher haben wir ein weltweites Klima- und Ressourcenproblem. So wird für jedes Jahr errechnet, ab wann durch den menschlichen Eingriff die nachwachsenden Rohstoffe der Erde verbraucht sind.

Nach Berechnungen von Klimaexperten leben wir schon seit 1971 über unsere Verhältnisse. In diesem Jahr haben wir die Rohstoffe, die uns unsere Erde für dieses Jahr geschenkt hatte, am 29. Juli 2019 verbraucht. Seitdem leben wir auf Pump. Dieses Datum gilt für die gesamte Menschheit, für Deutschland war der Termin schon am 2. Mai. Was würde also geschehen, wenn die Stadt Bürstadt den Klimanotstand ausruft? Eigentlich nichts, außer dass bei jeder Entscheidung der Stadt hinterfragt werden muss, ob dies die beste nachhaltigste Lösung für die Stadt Bürstadt ist. Was wäre daran schlimm?

Ich verstehe dieses Schwarzer-Peter-Spiel in Bürstadt nicht. Wenn die anderen eine gute Idee haben, dann wird diese kaputt geredet, um sie dann mit einem anderen Namen neu aus dem Hut zu ziehen. Es ist schade, dass ein sinnvoller Antrag der Grünen als „planloses Agieren“ abgetan wird.

Es wäre toll, wenn wir es schaffen könnten, gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen, die uns und unserer Gemeinde in Sachen Klima guttun.

Dr. Klaus Alföldi, Bürstadt

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