Leserbrief

Grüne Lunge in der Stadt

Zur geplanten Bebauung des Turnvater-Jahn-Platzes in Bürstadt.

Laut Zeitungsberichten soll für das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt viel Geld nach Bürstadt fließen. Aus diesem Grund wurde im Stadtparlament ein Städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek) beschrieben, in dem steht, dass der Turnvater-Jahn-Plaz aufgewertet oder aufgehübscht werden soll.

Es ist noch nicht einmal ein Jahr vergangen, da steht am 8. Mai die „Todesanzeige“ für den Jahn-Platz in der Zeitung: Jetzt soll er zubetoniert werden. Des Weiteren stand zu lesen, dass die große Zeder nicht gefällt wird. Wohl bis zu dem Tage, an dem es doch passiert, so geschehen in Bobstadt. Das ist Politik. Dazu kann man sagen: Was geht mich das Geschwätz von gestern an.

Die fortschreitende Erderwärmung, das Einwandern von fremden Insekten wie Tigermücken, sturzbachartiger Regen, Waldbrände, Versteppung und so weiter kommen nicht von alleine. Die Gründe hierfür liegen bei uns Menschen. Beispielsweise wenn Büsche und Randstreifen und jegliches Grün in Feld und Flur beseitigt werden. Hinzu kommt das Abholzen der Urwälder in Südamerika und Asien. Meeresspiegel steigen, Viehseuchen treten auf, Eisbären verhungern, Bienen und Insekten sterben. All dies haben wir Menschen verschuldet, wenn wir nicht zur Vernunft kommen und jedes Fleckchen Grün bewahren und pflegen, so wie es im Isek von Bürstadt beschrieben wurde. Dabei hilft aber nicht bloß eine Dachbegrünung von Bushaltestellen, sondern der Erhalt von bestehenden Grünflächen wie der des Turnvater-Jahn-Platzes!

Ich bin ein alter Mann und werde die furchtbare Zeit, die kommen wird, nicht mehr erleben. Aber ich bedaure die nachfolgenden Generationen, die es dann betrifft. Es gibt zwar eine kleine Gruppe, die schon aufgewacht ist (Fridays for Future). Aber ob es auch in Bürstadt welche gibt? Ich frage mich: Wo sind die Naturschützer und Grünen geblieben?

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