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Fußball-Gruppenliga FSG Riedrode peilt mit sieben Neuzugängen einen einstelligen Tabellenplatz an / Trainer Keinz: „Wird keine normale Saison“

30-Mann-Kader soll ans Limit gehen

Archivartikel

Riedrode.Noch gut zwei Wochen, dann startet die FSG Riedrode in die Saisonvorbereitung – oder in das, was ab dem 25. Juli eine halbwegs ordentliche Vorbereitung darstellen soll. „Das eine oder andere Testspiel wäre nicht schlecht“, sagt Riedrodes Trainer Andreas Keinz. Potentielle Gegner hat der Fußball-Gruppenligist schon angefragt. Ob die Tests zustande kommen, entscheidet letztlich die Politik. „Man muss halt abwarten“, meint Keinz – und ist sich sicher: „Auch die nächste Saison wird keine normale.“

Schon jetzt ist für Keinz und seinen gleichberechtigten Trainerpartner Duro Bozanovic klar: Die hessische Fußball-Spielzeit 2020/21, deren Start für das Wochenende vom 5. und 6. September anvisiert ist, wird mit großem organisatorischen Aufwand verbunden sein. „Wir fangen später an und werden wohl viele Englische Wochen haben. Außerdem werden es wohl 18 statt bisher 17 Mannschaften in der Gruppenliga sein“, zählt der frühere Freistoßspezialist auf. Und legt einen entscheidenden Halbsatz nach: „Wenn wir denn überhaupt spielen können.“

Termindruck durch Pokal

Der Kreispokal könnte für zusätzlichen Termindruck bei der FSG sorgen – noch vor Rundenbeginn. Denn während der außerordentliche Verbandstag des Hessischen Fußball-Verbands am 20. Juni für die Beendigung der Meisterschaftswettbewerbe 2019/20 stimmte, sprach sich eine klare Mehrheit der Delegierten für die Fortsetzung der hessischen Pokalrunden aus. So könnte für Riedrode am letzten August-Wochenende das Kreispokal-Halbfinale gegen Verbandsligist SV Unter-Flockenbach anstehen. Die FSG nimmt die Herausforderung an. „Mit Unter-Flockenbach haben wir ein gutes Brett vor uns. Anfang September muss jeder erstmal schauen, wo er sportlich steht. Wir trauen es unseren Jungs zu, das Finale zu erreichen“, gibt sich der FSG-Coach selbstbewusst.

Die sieben Neuzugänge dürften das Selbstbewusstsein der Blau-Schwarz-Gelben bestärken. Mit dem vielseitig in der Zentrale einsetzbaren Jan-Marvin Dell (Wormatia Worms II), den Angreifern Patrick Landwehr (SG Unter-Abtsteinach) und René Salzmann (TV Lampertheim) sowie Abwehrmann Henrik Wegerle (Tvgg Lorsch) holten die Riedroder namhafte Leute an Bord. Mit Mittelfeld-Allrounder Ilias Hamzi (20 Jahre, FC Fürth), Rechtsverteidiger Fitim Hajdaraj (20, SG Einhausen) und Flügelflitzer Gianluca Lucchese (20, SV Unter-Flockenbach) schlossen sich drei vielversprechende Talente dem Vorjahreszehnten an – die laut Keinz mehr als nur Perspektivspieler sein sollen. Mit Joey Gutschalk (Azzurri Lampertheim) gab es nur einen Abgang.

Damit stehen jetzt 26 Feldspieler und vier Torhüter (Chris Keilmann, Christian Knecht, Eduard Tropmann, Florian Grinda) im FSG-Aufgebot. Das klingt nach viel Konkurrenzkampf – der im zweiten Jahr nach dem Aufstieg ausdrücklich erwünscht ist. „Nur wenn du im Training jede Woche aufs Neue ans Limit gehen musst, verbessert du dich“, erklärt Keinz, der auf einen einstelligen Tabellenplatz hofft.

In der vergangenen Saison war die Trainingsmoral nicht immer intakt. Auch deshalb gibt Riedrodes Trainer wenig auf die hohe Spieleranzahl: „Vergangene Saison dachten wir auch, breit aufgestellt zu sein. Im November mussten wir dann Duro in Dieburg einwechseln. Ich hoffe, dass wir diesmal vom Verletzungspech verschont bleiben.“ Mit Keilmann, Dominic Kohl, Marc Kress und Maxi von Dungen laborieren gleich vier Leistungsträger an alten oder erneut aufgetretenen Blessuren. Mit Nils Schwaier hat indes ein Langzeitverletzter das Lauftraining wieder aufgenommen.

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