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Tischtennis Drittligist Lampertheim schlägt Herne klar und blickt auf das Top-Spiel bei Hertha BSC / Oberliga-Damen nach Langen

6:0 – TTC meldet sich zurück

Archivartikel

Lampertheim.Im zweiten Anlauf hat es für die Tischtennis-Herren des TTC Lampertheim mit dem ersten Saisonerfolg in der 3. Bundesliga Nord geklappt. Das Heimspiel gegen den TTC Ruhrstadt Herne entschied der Vizemeister der vergangenen Spielzeit souverän mit 6:0 für sich. „Es war kein Weltklassespiel von uns, aber wir haben 6:0 gewonnen“, fasste Lampertheims Vorsitzender Uwe van gen Hassend die Angelegenheit zusammen: „Wir sind realistisch, das 6:0 spiegelt nicht das wahre Leistungsverhältnis wider. Bei einem Satzverhältnis von 18:9 hätte die Partie auch 6:2 enden können.“

Für das neu formierte TTC-Quartett, das vor zwei Wochen mit einem 5:5-Heimremis gegen Abstiegskandidat TSV Schwarzenbek in die Saison gestartet war, könnte sich der Kantererfolg über Herne allerdings wie ein Brustlöser auswirken. „Den Jungs wird dieser Sieg natürlich gut tun, das war wichtig fürs Selbstvertrauen. Vor allem mit Blick auf die nächsten Wochen haben wir jetzt sicher weniger Druck und können befreiter aufspielen“, hielt van gen Hassend fest.

Hatten die Südhessen gegen Schwarzenbek noch die nötige Nervenstärke vermissen lassen, um doppelt zu punkten, war genau das der Faktor zum Sieg gegen Herne. Gleich vier von sechs Spielen gingen in den fünften Satz – alle entschied der TTC für sich. „Was uns gegen Schwarzenbek nicht geglückt ist, nämlich die knappen Spiele zu gewinnen, hat diesmal umso besser geklappt“, meinte van gen Hassend. Das TTC-Spitzendoppel Andrey Semenov/Dmitry Zakharov war nach vier Sätzen durch. Spannender ging es bei Alfredas Udra/Istvan Molnar zu, die Michael Tauber/Nicholas Tio erst im fünften Satz besiegten (14:12, 5:11, 12:10, 8:11, 11:8).

Freundliche Begrüßung für Tio

Der Ex-Lampertheimer Tio, der in der vergangenen Saison noch zur Vizemeister-Mannschaft des TTC gehörte, wurde bei seiner Rückkehr in die Sedanhalle mit warmen Worten und einem Ballonpräsent begrüßt – der US-Amerikaner feierte am Sonntag seinen 19. Geburtstag. Punkte durfte er allerdings keine mitnehmen. Sein ehemaliger Teamkamerad, Lampertheims neuer Spitzenmann Alfredas Udra, ließ dem bei Herne auf Position zwei gesetzten Tio keine Chance (11:7, 11:8, 16:14) und erhöhte auf 3:0. „Tio hat ein gutes Spiel gemacht. Dass Udra gewinnen konnte, war eine kleine Vorentscheidung“, so van gen Hassend.

Den Punkt zur 4:0-Führung steuerte Semenov bei. Lampertheims russischer Neuzugang schlug Hernes Nummer eins, Michael Tauber, nach einem 1:2-Rückstand nach Sätzen noch mit 11:5 im fünften Satz. Landsmann Zakharov, ebenfalls neu im TTC-Kader, verspielte zwischenzeitlich einen 2:0-Satzvorsprung, brachte aber einen 11:6-Erfolg im letzten Satz nach Hause – 5:0. Den Schlusspunkt zum 6:0 setzte Istvan Molnar. Der junge Ungar, der gegen Schwarzenbek mehrere Matchbälle vergeben hatte, blieb diesmal ganz cool (9:11, 11:9, 11:8, 4:11, 11:4 gegen Uros Gordic). In zwei Wochen wartet der erste harte Brocken – und wohl auch der härteste in Liga drei – auf die TTC-Herren. Am 13. Oktober (14 Uhr) sind die Spargelstädter zu Gast bei Hertha BSC Berlin. „Das ist der absolute Top-Favorit. Wenn sie in diesem Jahr nicht aufsteigen, weiß ich auch nicht mehr“, sieht TTC-Boss van gen Hassend sein Team in der Hauptstadt als „klaren Außenseiter. Wir haben dort nichts zu verlieren und können nach dem Sieg gegen Herne etwas sorgenfreier nach Berlin fahren“. Im Heimspiel gegen Siek am 2. November werde es schon viel mehr auf einen Sieg ankommen, weiß van gen Hassend.

Leckel fällt weiter aus

Alles andere als sorgenfrei gestaltet sich zurzeit die Situation des Lampertheimer Damenteams in der Oberliga Hessen. Nach der 4:8-Heimniederlage vor zwei Wochen beim Auftakt gegen Aufsteiger KSG Haunedorf reisen die Südhessinnen am Sonntag (14 Uhr) zum TTC Langen II. „Es ist schwer zu sagen, wo wir momentan stehen. Ina Leckel fällt noch länger verletzt aus, zwei Spielerinnen waren zuletzt im Urlaub“, nimmt van gen Hassend auch bei den TTC-Damen mit der Außenseiterrolle vorlieb.

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