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Fußball-Gruppenliga ETB-Trainer Sigmund setzt gegen Mümling-Grumbach voll auf Sieg / Riedrode fährt fast komplett nach Lengfeld

„Ab jetzt weht schärferer Wind“

Archivartikel

Ried.Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge will die DJK Eintracht Bürstadt am achten Spieltag der Fußball-Gruppenliga zurückschlagen. Am Sonntag (15.30 Uhr, DJK-Sportplatz) trifft die Mannschaft von Spielertrainer Benjamin Sigmund auf den FV Mümling-Grumbach. Der Tabellenzweite FSG Riedrode stellt sich für das Match beim TSV Lengfeld auf schlechte Platzbedingungen ein.

Et. Bürstadt – Müm.-Grumbach

Mit vier Punkten aus sechs Spielen hat sich Aufsteiger Mümling-Grumbach auf dem drittletzten Platz einsortiert. Nicht weit vor der Elf aus dem Höchster Ortsteil steht die Eintracht mit sieben Zählern aus sieben Partien auf Rang zwölf. „Sie haben gegen Höchst gezeigt, dass sie gute Gegner schlagen können“, ist Bürstadts Spielertrainer Benjamin Sigmund der 2:1-Erfolg des FVMG im Höchster Derby vor zweieinhalb Wochen nicht entgangen.

Gegen Höchst bezog Bürstadt vor zwei Wochen eine 0:2-Niederlage, die auf zwei halbherzig verteidigte Standards zurückzuführen war. Nach dem 0:4 in Geinsheim am vergangenen Sonntag wählte Sigmund Worte, die angesichts von vier Gegentreffern in Durchgang zwei wenig Spielraum für Interpretationen ließen („Mit sieben Spielern kann man kein Spiel gewinnen“).

Unter der Woche gab es also viel Redebedarf. „Wir haben ganz klar signalisiert, dass ab jetzt ein schärferer Wind weht. Wir können es nicht akzeptieren, dass Spieler nicht an ihre Leistungsgrenze gehen. Spätestens jetzt sollte jeder wissen, um was es geht“, betont Sigmund.

Was am Sonntag auf dem Spiel steht, macht Bürstadts Übungsleiter ebenfalls deutlich. „Wir werden nicht auf einen Gegner treffen, der uns an die Wand spielen wird. Da wird viel über Kampf- und Einsatzbereitschaft laufen. Wenn wir uns nicht den Schneid abkaufen lassen, bin ich guter Dinge, dass wir diesen Gegner mit unserer Qualität schlagen können“, geht Sigmund voll auf Sieg. Dabei setzt er auch auf den Heimvorteil: „Mümling-Grumbach spielt normalerweise auf Naturrasen. Unser Kunstrasen wird für den Gegner eine Umstellung sein.“ Die bisherige Ausbeute seines Teams will Sigmund nicht schlechtreden: „Natürlich haben wir uns den einen oder anderen Punkt mehr vorgestellt – gerade nach dem guten Start. Da hätten es mit etwas Glück auch sechs Punkte aus den ersten zwei Spielen sein können.“

Drei Ausfälle muss Bürstadts Trainer kompensieren. Alexander Lehmann hat am Dienstag zum ersten Mal seit seinem Zehenbruch im Sommer mit Fußballschuhen trainiert. Für einen Einsatz wird es aber wohl noch nicht reichen. Riccardo Presti (Schambein) schont sich weiter, Amer Karahasan ist erst Mitte Oktober spielberechtigt.

Außerdem will Sigmund die personellen Konsequenzen ziehen, die er nach dem Geinsheim-Spiel angekündigt hatte. Namen verrät er nicht: „Das werden Sie am Sonntag sehen, welche Namen in der Aufstellung fehlen.“

Lengfeld – Riedrode

Mit 3:5 musste sich Lengfeld am Mittwochabend bei Sportfreunde Heppenheim geschlagen geben. FSG-Trainer Duro Bozanovic war vor Ort. „Die Mannschaft ist auf jeden Fall besser als im letzten Jahr. In den Zweikämpfen war Lengfeld sehr aggressiv. Vorne haben sie mit Max Messerschmitt und Henrik Bauß zwei sehr gute Leute“, warnt der 40-Jährige vor der Auswärtspartie: „Wir spielen auf Naturrasen, das Wetter soll nicht so gut sein. Mit schönem Fußball kommen wir da nicht weit.“

In der Tabelle trennen den Zweiten Riedrode (16 Punkte) und den TSV, der als 13. mit sechs Zählern den ersten Abstiegsplatz belegt, eine Menge Holz – die Rollen sind also klar verteilt. Je nach Spielverlauf könne Bozanovic allerdings auch mit einem „dreckigen Sieg“ leben, wie er sagt. „Wir spielen wenig mit langen Bällen, sondern halten den Ball flach. Ich weiß nicht, ob der Platz dort das so zulässt. Aber wir haben unsere Qualitäten und wollen das Spiel kontrollieren“, stellt Riedrodes Trainer klar.

Personell sieht es gut aus, fast alle Mann sind an Bord. Nur bei Mario Basyouni, der nach einer Muskelblessur wieder ins Training eingestiegen ist, will die FSG kein Risiko eingehen.

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