Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Azzurri Lampertheim trennen sich 1:1 von A-Liga-Rivale Reichenbach und profitieren von Rimbacher Niederlage

Abstand zum Relegationsrangvergrößert

Lampertheim.Einen Sieger sah das wichtige Duell um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga A auf dem Kunstrasenplatz im Lampertheimer Adam-Günderoth-Stadion nicht. Für die Bemühungen beider Mannschaften, den Gang in die Relegation möglichst zu vermeiden, gab es letztlich beim 1:1 (1:0) zwischen der Associazione Sportiva Azzurri Lampertheim und dem TSV Reichenbach je einen Punkt. Da die Kunde von der Rimbacher Niederlage schon kurz nach Abpfiff auch in die Spargelstadt vordrang, konnten sich beide Seiten dann doch etwas mehr über den jeweils ergatterten Punkt freuen, der den Abstand auf Platz 14 für beide Kontrahenten nun auf zwei Zähler vergrößert hat.

Über einen anderen Pfiff ärgerte sich Azzurri-Coach Martin Göring allerdings mächtig, nämlich als Schiedsrichter Gürbüz Kurum in der 86. Minute nach einem vermeintlichen Rempler im Azzurri-Strafraum auf den Elfmeterpunkt zeigte. „Das ist doch niemals ein Strafstoß. Wenn das ein Foulspiel sein soll, dann müssen in jedem Spiel zehn Foulelfmeter gepfiffen werden“, haderte Göring und musste mitansehen wie der starke Azzurri-Keeper Andreas Hübner das bedrohte Eck ahnte, den Strafstoß von Christopher Werske aber zum späten 1:1-Ausgleich passieren lassen musste (86.).

„Letztlich ist das 1:1 schon ein gerechtes Ergebnis. Dass es am Ende den Elfmeter für uns gibt, war ausgleichende Gerechtigkeit, denn in der ersten Hälfte hat der Schiedsrichter unser Tor zum 1:0 wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt“, erklärte TSV-Spielertrainer Christian Bauer.

Am späten Strafstoßtor allein wollte Göring das Remis auch nicht festmachen. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir letztlich nur beim Tor zum 1:0 guten Fußball gezeigt, ansonsten war das zu wenig. In Hälfte zwei haben wir das deutlich besser gemacht, aber man merkt dann doch, dass die Mannschaft noch jung ist. So ein 1:0 muss man eben dann auch mal nach Hause bringen können“, sagte Göring. Er wusste, dass das Resultat mit einer Punkteteilung letztlich schon dem Spielverlauf entsprach. Bereits nach sieben Minuten ärgerten sich die Gäste aus dem Lautertal über einen Abseitspfiff des Unparteiischen, als Thomas Wolf frei vor Azzurri-Torwart Hübner auftauchte. In der 21. Minute war dann erneut Wolf durchgebrochen – und versenkte diesmal auch den Ball im Tor der Gastgeber, doch der Reichenbacher Jubel erstarb schnell, weil der Referee zum Ärger der Gäste diesem Treffer wohl zu Unrecht wegen Abseits die Anerkennung versagte.

Hofmann trifft für Azzurri

Den Torjubel gab es dann auf der anderen Seite, als sich Hüseyin Ulutas schön durchsetze und Marcel Rose bediente, der das Kunstleder auf Yannick Hofmann zurücklegte, der zum 1:0 (40.) vollstreckte. „Wir spielen die ersten 35 Minuten richtig gut, aber dann haben wir etwas unsere Linie verloren und kassieren das Gegentor“, bemängelte TSV-Spielertrainer Bauer. Hälfte zwei begann mit je einer Riesenchance auf beiden Seiten. So hatte Marcel Sutter zunächst die Möglichkeit zum 2:0 (55.), scheiterte aber an TSV-Goalie Marcel Wiesner (55.). Fast im direkten Gegenzug jagte Bauer freistehend den Ball knapp über den Azzurri-Kasten. Die dicke Chance der Gäste zum Ausgleich vereitelte Hübner, der in der 72. Minute mit einer Glanzparade gegen Wolf parierte. Das gleiche Duell gab es dann in der 90. Minute, als Hübner erneut ein Tor von Thomas Wolf verhinderte.

„Am Ende kannst du hier auch noch als Verlierer vom Platz gehen, denn nachdem wir es zuvor versäumt hatten, das 2:0 zu machen, hatte auch Reichenbach seine Chancen, das Spiel sogar noch zu gewinnen“, so Göring.

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