Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Trainer der Sportfreunde Heppenheim gibt sich trotz schwachen Starts zuversichtlich vor dem Derby bei der FSG Riedrode

Al-Jumaili will die Punkte entführen

Ried.Nein, von einer echten Heimkehr will Aiad Al-Jumaili vor der Gruppenliga-Begegnung der Sportfreunde Heppenheim bei der FSG Riedrode am Sonntag (15 Uhr, Waldsportplatz) nicht sprechen. Ein alter Bekannter ist der Viernheimer im Ried aber allemal: Der SV Bobstadt, VfB und Azzurri Lampertheim, die SG Hüttenfeld und der FV Hofheim zählen zu den Stationen Al-Jumailis, der seit Dezember 2018 als Trainer in Heppenheim arbeitet.

„Es ist ein Derby, man ist nur wenige Kilometer auseinander. Ich kenne die Mannschaft und die Spielertrainer relativ gut“, freut sich Al-Jumaili – wohl wissend, dass sich auch die Sportfreunde-Spieler Jesse Dorval, Kadir Kilic und Maxi Schröher bestens im Ried auskennen. Dass die FSG mit vier Punkten gestartet ist, hat Heppenheims Coach natürlich registriert. „Ich schätze Riedrode stark ein. Gerade in der Offensive haben sie mit Sinisa Pitlovic, Mario Basyouni, Nils Schwaier und Marcel Daniel richtig starke Jungs im Kader“, weiß Al-Jumaili und gibt sich selbstbewusst: „Die haben wir aber auch.“

Viel Erfahrung geholt

Eine Einschätzung, die die Übungsleiter der beiden Gruppenligisten aus dem Ried teilen. „Sie waren im Vorjahr besser als ihre Platzierung. Jetzt haben sie ein paar Spieler mit Gruppen- und Verbandsliga-Erfahrung geholt“, erklärte Eintracht Bürstadts Spielertrainer Benjamin Sigmund vor dem Auftakt in Heppenheim am vergangenen Sonntag, den die Bürstädter mit 5:3 für sich entschieden. In Riedrode ist der Respekt ebenfalls groß. „Das ist ein spielstarker Gegner, der einige technische gute Fußballer in seinen Reihen hat“, meint FSG-Coach Andreas Keinz. Und auch Al-Jumaili selbst ist sich sehr sicher: „Wir haben die Qualität.“

Nach den ersten zwei Spieltagen stehen die Sportfreunde indes ohne Punkte da. Auf das 3:5 gegen Bürstadt folgte am Mittwoch ein 2:3 beim SV Nauheim. „Wir hätten die Möglichkeit gehabt, mit zwei bis vier Punkten zu starten“, meint Al-Jumaili, der jedoch weiß, warum die Tabelle etwas anderes sagt: „Wir haben zu viele leicht vermeidbare Fehler gemacht, die unsere Gegner nahezu perfekt ausgenutzt haben. Wir haben ja fünf Tore geschossen. Das ist nicht wenig – allerdings sind wir zu spät aufgewacht.“ Die letzten zwei Sätze lassen sich an den Spielverläufen konkret belegen. Zum Torerfolg kamen die Heppenheimer bislang ausschließlich in Hälfte zwei – als die Kontrahenten schon 0:2 (Bürstadt) und 0:3 (Nauheim) vorn lagen. Zumindest gegen Nauheim wurde es noch einmal richtig spannend.

„Da haben wir dem Gegner zwei Tore selbst vorgelegt. Später hatten wir das 3:3 auf dem Fuß. In beiden Spielen haben wir uns nie aufgegeben. Was meine Mannschaft da noch auf den Platz gebracht hat, hatte Top-Niveau“, lobt Al-Jumaili die Moral seiner Truppe.

Der Anspruch, das stellt der Sportfreunde-Coach klar, ist allerdings ein anderer. Nachdem die Heppenheimer in der vergangenen Saison als 14. auf die Konstellationen in den oberen Klassen angewiesen waren, hoffen die Kreisstädter jetzt auf eine sorgenfreie Spielzeit. „Wir wollen in diesem Jahr nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Idealerweise fangen wir am Sonntag damit an, ansonsten sind wir wieder weit von diesem Ziel entfernt“, peilt Al-Jumaili drei Punkte bei der FSG Ried-rode an.

Die Mission Derbysieg muss Al-Jumaili ohne Derrick Pritchett, Fabian Huck und Markus Mo Amar angehen. Zwischen Urlaubern und Angeschlagenen hat Heppenheims Coach zudem noch „ein, zwei Fragezeichen“. Schon gegen Bürstadt und Nauheim waren nur 13 bis 14 aus dem 19-Mann-Kader einsatzfähig. „Das“, stellt der 51-Jährige klar, „soll aber keine Ausrede sein“.

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