Lokalsport Südhessen

Fußball-Kreisoberliga Vier Zugänge sollen dem FV Hofheim den Klassenerhalt sichern

Am seidenen Faden

Hofheim.Drei Punkte Abzug wegen Nichterfüllens des Schiedsrichtersolls – es hätte den Fußball-Kreisoberligisten FV Hofheim kaum härter treffen können. Ausgerechnet in dieser Saison, in der der Klassenerhalt ohnehin am seidenen Faden hängt. Somit vergrößert sich der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz von ursprünglich vier auf nunmehr sieben Punkte. „Das ist eine ganz schwere Hypothek für uns. Zudem kommt ja noch eine ordentliche Geldstrafe. Aber ich kann keinem einen Vorwurf machen. Es ist eben verdammt schwer, Schiris zu finden“, sagt Hofheims Spielertrainer Oliver Schader.

Trotz der schweren Ausgangsposition wollen die Kicker aus dem Lampertheimer Stadtteil alles daran setzen, um auch in der kommenden Saison in der Kreisoberliga am Ball zu sein, denn in der Kreisliga A Bergstraße (bis 1990 Kreisliga B Bergstraße) spielten sie letztmalig in der Saison 1988/89. Aber selbst, wenn es, was sich keiner wünscht, eine Klasse nach unten gehen sollte, bleibt Schader Spielertrainer. „Wir werden weiter zusammenarbeiten. Egal in welcher Klasse“, kündigt Schader seine dritte Saison beim 1911 gegründeten Traditionsverein an. Er will in den nächsten Wochen und Monaten alles daransetzen, dass es am Ende noch irgendwie mit dem Klassenerhalt klappt.

Vier Zugänge haben den Weg in den Lampertheimer Stadtteil gefunden. Joshua Schöner kommt vom TV Lampertheim und will die Defensive verstärken. Auch der reaktvierte Fabian Fandel spielt am liebsten in der Abwehr. Für das offensive Mittelfeld und für den Angriff wollen sich Raman Chiri (Eintracht Bürstadt) und Marcel Berger (VfL Heiligkreuzsteinach) empfehlen. Nicht mehr zum Einsatz kommen wird indes Mirco Wegerle, dessen Wechsel vom TV Lampertheim zu spät kam, so dass er erst in der kommenden Saison eingesetzt werden kann.

„Er hat für seinen alten Verein im Januar noch ein Hallenturnier bestritten. Das wird uns nun zum Verhängnis“, bemerkt Schader. Mit Hilfe dieser Zugänge und der Rückkehr von rekonvaleszenten Spielern ist nun wieder ein geordnetes Training möglich. „In den harten Monaten vor der Winterpause waren wir manchmal noch nicht einmal zehn Spieler. Jetzt können wir zusammen wieder Vollgas geben, wobei ich viel mit Ball trainieren werde“, verrät der Spielertrainer.

Holprige Vorbereitung

Noch eingeschränkt trainieren derzeit allerdings Sven Dexler (Innenbandanriss) und Tobias Haser (Schrägstellung der Hüfte) mit, wobei Schader darauf hofft, dass beide zum Start der Restrunde am 10. März dabei sind.

Das erste Vorbereitungsspiel ging aus Hofheimer Sicht in die Binsen. Zwar feierte Oliver Schader im Spiel gegen den Groß-Gerauer A-Ligisten Opel Rüsselsheim ein Wiedersehen mit seinem früheren Trainer Axel Vonderschmitt, doch am Ende hieß es aus FVH-Sicht 3:5. Auch beim Gruppenliga-Schlusslicht SG Einhausen gab es am vergangenen Sonntag beim 0:4 nichts zu erben.

Aber noch ist ja ein wenig Zeit, sich für die Kreisoberliga-Runde vorzubereiten. In dieser sind die Hofheimer aber gleich von Anfang an gefordert. Gleich am 10. März empfängt der FVH die Mannschaft des Mitkonkurrenten aus Fürth. Steht eine Woche später das Derby beim FC Alemannia Groß-Rohrheim an, so ist das Heimspiel gegen die Tvgg Lorsch auf Dienstag, 19. März terminiert und damit zum zweiten Mal angesetzt. Die ursprünglich vorgesehene Begegnung wurde Anfang Dezember wegen des plötzlichen Tods des FVH-Betreuers Heinz Veith nicht ausgetragen. Ein menschlicher Verlust, unter dem die Fußballerfamilie des FV Hofheim bis heute leidet. hias

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