Lokalsport Südhessen

Fußball-Kreisoberliga Trainer der SG Riedrode hat nach der schwierigen Vorsaison einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel - die Konkurrenz erwartet allerdings mehr

Andreas Keinz heizt Konkurrenzkampf an

Riedrode."Macht mal langsam und bleibt auf dem Boden". Das entgegnet Andreas Keinz, der neue Trainer des Fußball-Kreisoberligisten SG Riedrode, denjenigen, die seinen Verein aufs Favoritenschild heben wollen. Gute Argumente, warum sein Verein nicht bei den Spitzenclubs der Fußball-Kreisoberliga einzuordnen ist, gibt es einige. Keinz braucht nur auf die vergangene Saison zurückzublicken, als die SG Riedrode nicht auf Rosen gebettet war und der Ligaverbleib erst am letzten Spieltag mit einem 4:3-Erfolg beim FV Hofheim gesichert wurde.

"Der Grund für unsere Misere ist schnell ausgemacht. Wir waren in der Breite nicht gut genug besetzt. Der Personalmangel hat uns die ganze Saison begleitet", weiß Keinz, woran es in der vergangenen Saison haperte. Damals war er noch für die zweite Vertretung in der Kreisliga C verantwortlich. Inzwischen ist er zum Übungsleiter der ersten Mannschaft aufgestiegen und tritt somit in die Fußstapfen seines im vergangenen Dezember verstorbenen Vaters Horst. Er leitete Mitte der 1980er Jahre die Geschicke bei den Gelb-Schwarzen.

Andreas Keinz sieht sich als Trainer nicht ganz in der Neulingsrolle und weist darauf hin, dass er schon seit 1999 mit einiger Unterbrechung bei der SG Riedrode ist. "Ich schätze dort das familiäre Umfeld. Fußball ist doch mehr als ein Spiel", bekennt sich Andreas Keinz klar zur SGR. Sein Ziel ist es nun, mit den vielen Zugängen Druck auf die etablierten Spieler auszuüben. "Keiner hat einen Stammplatz sicher und von Woche zu Woche möchte ich entscheiden, wer denn die besten Elf sind", so Keinz.

Keinen echten Stammtorhüter

Bereits im vergangenen Jahr gab es keinen echten Stammtorhüter bei der SG Riedrode. Eduard Tropman und Christian Knecht, der vor der Saison vom TV Lampertheim kam, lieferten sich ein packendes Duell um den Platz zwischen den Pfosten und werden es weiterhin tun. "Wenn beide fit sind, zählen sie zu den besten fünf Keepern in der Kreisoberliga", braucht sich Andreas Keinz hier um einen Mangel an Qualität keine Gedanken zu machen. Zum Duo gesellt sich Daniel Siegler, der vom FC Alemannia Groß-Rohrheim kam.

Aber auch auf den anderen Positionen stießen Spieler dazu, die der SG Riedrode sicherlich weiterhelfen können. Da machen die Akteure aus der Jugend - allen voran Maximilian Eck, Quendrim Dzackaj und Cgagatay Daldal - einen guten Eindruck. Mit Johannes Klotz und dem gruppenligaerfahrenen Mirco Wegerle spielen nun zwei Lampertheimer Turner für die SG Riedrode. Jung und bereits routiniert ist Verteidiger Julian Ille, der vom VfR Bürstadt kam, und somit in die Fußstapfen seines Bruders Jonas tritt, der schon seit einiger Zeit zum Stammpersonal beim Kreisoberligisten zählt.

Und da dürfen sich die SGR-Anhänger auch noch über einen alten Bekannten freuen. Dominik Wiegand wird demnächst sein Studium in den Niederlanden beenden und steht Anfang September wieder für den Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung. "In jedem Fall darf sich die Mannschaft nicht mehr von alleine stellen. Wir können uns nur dann fußballerisch weiterentwickeln, wenn die Spieler einem Konkurrenzkampf ausgesetzt sind", sagt Andreas Keinz, der sich einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel gesetzt hat. Die Konkurrenz erwartet allerdings mehr. hias

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