Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Eintracht Bürstadt will sich im Gruppenliga-Duell mit dem VfL Michelstadt weiter von den Abstiegsplätzen entfernen

Angst vor der prekären Zone

Bürstadt.Die Hinrunde in der Fußball-Gruppenliga ist gespielt – und am Sonntag (14.30 Uhr) ist das Heimspiel des SV DJK Eintracht Bürstadt gegen den VfL Michelstadt schon der Einstieg in die Rückserie. An das Hinspiel hat ETB-Spielertrainer Benjamin Sigmund keine guten Erinnerungen, unterlag der Aufsteiger aus Bürstadt in Michelstadt doch damals mit 0:6. „Bevor der VfL in Führung geht, müssen wir eigentlich selbst das 1:0 machen, aber wir haben damals zu wenig aus unseren Chancen gemacht und mussten dann Lehrgeld bezahlen“, sagte Sigmund. Die wichtige verbleibende Erkenntnis: es am Sonntag besser zu machen.

„Der Heimsieg im Hinspiel spielt für uns und unseren Matchplan gar keine Rolle mehr! Die Eintracht hat sich im Vergleich zum Hinspiel auf fünf Positionen verändert. Der Spielertrainer hat mit klugen Entscheidungen und mit seinem eigenen Einsatz für mehr Stabilität gesorgt. Das System hat sich geändert und damit erwarte ich ein komplett anderes Spiel. Vor allem der Sieg gegen Unter-Flockenbach war eine Aussage für sich“, hält auch Michelstadts Coach Mariusz Rutkowski nichts davon, sich noch lange mit dem ersten Aufeinandertreffen beider Teams zu beschäftigen.

Mit 20 Punkten Elfter

„Wir mussten als Aufsteiger am Anfang der Runde Lehrgeld bezahlen und man darf dabei ja auch nicht vergessen, dass die meisten unserer sechs Neuzugänge aus der A-Liga kamen. Mittlerweile glaube ich aber, dass wir alle in der Liga angekommen sind“, erklärte Eintracht-Trainer Sigmund. Mit 20 Punkten steht Bürstadt aktuell auf dem elften Platz, was zum Rundenende den angestrebten Klassenerhalt bedeuten würde. Der Abstand auf die Abstiegsplätze beträgt allerdings gerade einmal einen Zähler und eben jenen Punkt mehr auf die Abstiegszone, hatte am Ende der vergangenen Gruppenliga-Saison der VfL Michelstadt, der diesmal auf eine etwas ruhigere Runde hofft.

„Die Hinrunde haben wir mit 24 Punkten abgeschlossen. Bis jetzt waren wir kein einziges Mal unter den sechs Absteigern. Wir sind momentan auf Kurs, dennoch mit sehr viel Respekt vor der Rückrunde. Eine Liga mit sechs Absteigern macht einfach keinen Spaß. Wir werden auch in dieser Saison bis zum Schluss kämpfen müssen, um über dem Strich zu stehen“, weiß Gästecoach Rutkowski, dass es daher auch in Bürstadt zu punkten gilt.

Die Eintracht könnte mit einem Sieg dagegen bis auf einen Zähler an die Odenwälder heranrücken und zumindest etwas Abstand auf die prekären Plätze schaffen. „Die werden uns alles abverlangen und das wird sicher ein ganz anderes Spiel als zuletzt gegen Unter-Flockenbach. Mit Marcel Weyrauch haben sie einen erfahrenen Lenker im Mittelfeld und auch im Sturm weiß ein Daniel Breitwieser, was er zu tun hat. Dennoch wird es darauf ankommen, welche Leistung wir am Sonntag auf dem Platz bringen“, sagte ETB-Coach Sigmund.

Die Gäste aus Michelstadt bekamen es schon am vergangenen Sonntag mit einem Aufsteiger aus dem Kreis Bergstraße zu tun und siegten gegen die SG Einhausen mit 2:0. Zuvor hatte man außer einem 4:2-Heimsieg gegen Messel gegen die Topteams Alsbach, Unter-Flockenbach und Bensheim verloren. „Bei den drei Niederlagen hatten wir immer einen guten Matchplan, aber uns fehlte die Cleverness und auf manchen Positionen einfach auch die Qualität. Wir haben einige junge Spieler, die einfach noch Zeit brauchen. Gegen Messel sowie gegen Einhausen haben wir zwei verdiente Siege erzielen können“, wird VfL-Coach Rutkowski am Sonntag noch auf den rotgesperrten Robin Schnell verzichten müssen. Auch bei der Eintracht muss Vassilios Theodorou noch eine Rotsperre absitzen, während Kapitän Flamur Bajrami im Urlaub weilt. Hinter der Verfügbarkeit von Hüseyin Tutay und Niclas Herzberger stehen bei den Platzherren Fragezeichen.

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