Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche FSG-Stürmer Nils Schwaier blickt nach 4:4-Ausgleich in letzter Minute gegen Lorsch zufrieden auf erste Saisonhälfte

Aufatmen nach siebtem Streich

Riedrode.„Ein, zwei Spiele in dieser Richtung hatte ich schon“, ist Nils Schwaier von der FSG Riedrode durchaus bewusst, wie irre zuletzt die Schlussphase des Kreisoberliga-Duells zwischen dem SC Olympia Lorsch und dem Spitzenreiter aus Riedrode verlief. In der 84. Minute hatten die Hausherren aus Lorsch das 4:1 erzielt, die vierte Saisonniederlage für die Fußballer aus dem Bürstädter Ortsteil schien besiegelt.

„In dem Moment habe ich selbst gedacht, jetzt ist es vielleicht aus“, räumt Schwaier ein, der zuvor sechs Mal in Folge mit der FSG den Fußballplatz als Sieger verließ, „aber als Mario Basyouni in der 86. auf 4:2 verkürzt hat, haben wir wieder daran geglaubt, dass noch etwas geht. Erst recht, nachdem Janis Wiesner dann sogar auf 4:3 verkürzt hat“, erinnert sich Schwaier an die 89. Minute.

Sein bester Moment sollte erst noch folgen: Der 21-Jährige krönte die Aufholjagd in der Nachspielzeit mit dem 4:4. „Mario Basyouni hat den Ball gut hereingeflankt, ich habe mit einem Seitfallzieher direkt abgezogen und das Ding war drin“, erinnert sich Schwaier an die Situation, die den siebten Streich bescherte.

Gelungene Fusion

„Das Gefühl, als der Ball ins Tor ging, war einfach nur große Erleichterung“, gesteht der junge Co-Kapitän der FSG. „Wir waren in der zweiten Halbzeit schon einen Tick besser als Lorsch, die unter ihrem neuen Trainer Georg Eckardt ja einen Lauf haben. Aber dass wir in der Schlussphase aus einem 1:4 noch ein 4:4 machen konnten, spricht für den Charakter, den wir in der Truppe haben“, empfindet es der junge Stürmer nicht als Zufall, dass die neu formierte Fußballspielgemeinschaft sich in der Kreisoberliga nach der ersten Saisonhälfte den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters sicherte.

Das Zusammenwachsen von SG Riedrode und FSG Riedrode verkörpert dabei auch Schwaier selbst, der letzte Saison als 20-Jähriger bei der SGR die Kapitänsbinde übernahm und nun nach dem bisherigen FSV- und jetzigen FSG-Kapitän Tomislav Tadijan der zweite Spielführer der Spielgemeinschaft ist. „Ich wollte letzte Saison mehr Verantwortung haben und die hat man als Kapitän. Es war schon recht früh vor der neuen Saison klar, dass Tomislav FSG-Kapitän und ich sein Stellvertreter werde. Das klappt auch sehr gut und von den Erfahrungen, die Tomislav gesammelt hat, kann auch ich profitieren. Wir sind das Bindeglied zwischen Spielern und Trainern“, sieht Schwaier die Zusammenarbeit ähnlich reibungslos, wie die des FSG-Trainerduos Duro Bozanovic und Andreas Keinz.

Dass die Riedroder auch auf dem Platz letztlich in so gut wie allen Positionen doppelt besetzt sind und deswegen als großer Titelfavorit gehandelt werden, ist für Schwaier dabei mehr Ansporn als Belastung. „Letztlich sagt da jeder andere Verein über uns das Gleiche und natürlich sind gegen uns auch alle besonders motiviert, aber es ist auch unser eigener Anspruch, möglichst im Sommer noch dazustehen, wo wir jetzt sind. Geschenkt werden wir das aber nicht bekommen“, ist dem 21-Jährigen bewusst, dass am Sonntag mit dem Spiel beim FC Ober-Abtsteinach erst die zweite Saisonhälfte beginnt. Bei seinem Lieblings-Bundesligisten wäre Schwaier dagegen schon zufrieden, wenn er den Klassenerhalt schaffen würde. „Ich bin Cluberer, das liegt bei uns in der Familie. Mein Opa war schon FCN-Mitglied und das will ich auch bald werden“, schlägt sein Fußballherz für die Franken.

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