Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Historisches Gruppenliga-Heimspiel für die Eintracht gegen Münster / Gegner reist mit 7-Tore-Erfolg im Rücken nach Bürstadt / Sigmund bleibt gelassen

Aufsteiger muss Nervosität ablegen

Bürstadt.Am Sonntag wird in Bürstadt ein neues Kapitel Fußballgeschichte aufgeschlagen, denn als nun klassenhöchster Verein der Sonnenstadt empfängt der SV DJK Eintracht Bürstadt den SV Münster. Anpfiff zum Gruppenligaspiel ist um 15 Uhr auf dem Sportplatz an der Wasserwerkstraße.

Für die Grün-Weißen ist es nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison das erste Heimspiel in der Gruppenliga Darmstadt überhaupt. „Die Vorfreude auf dieses Spiel kommt bei mir erst, je näher es rückt“, sieht Eintracht-Coach Benjamin Sigmund noch keinen Grund zur Nervosität. Die hatte man den Grün-Weißen zuletzt bei ihrem Gruppenligaeinstand beim FC 07 Bensheim allerdings durchaus angemerkt. Das sah auch Sigmund so, dem aber nicht nur bei seinem Team kleine Anlaufschwierigkeiten aufgefallen waren, sondern auch beim Verbandsligaabsteiger aus Bensheim, der in dieser Gruppenligasaison als Mitfavorit gehandelt wird. „In der ersten Halbzeit fand ich uns besser, aber in der zweiten war der FC 07 am Drücker“, freute sich Sigmund umso mehr, dass dem Liganeuling in der Schlussphase durch den zweiten Treffer von Juan Marroqui Cases an diesem Tag noch der 2:2 (1:1)-Ausgleich gelang.

Lob vom gegnerischen Trainer

„Zu diesem Zeitpunkt hätte Bensheim das Spiel eigentlich schon längst für sich entscheiden müssen, aber dann haben sie hinten einen Fehler gemacht und die Eintracht hat zum 2:2 ausgeglichen. Das spricht für einen guten Zusammenhalt in der Mannschaft und dass man an sich glaubt“, lobte auch SVM-Trainer Naser Selmanaj, der die Gelegenheit genutzt hatte, den nächsten Gegner seines Teams zu beobachten.

Der SV Münster selbst war bereits am Freitagabend mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Lengsfeld in die neue Gruppenligasaison gestartet und das mit einem fulminanten 7:2 (3:1)-Erfolg, der dem SVM nach Spieltag eins auch die Tabellenführung bescherte. „Das 1:0 machen wir zwar fast aus dem Nichts, aber danach hatten wir Riesenchancen zum 2:0 und 3:0, bekommen aber stattdessen aus einer Standartsituation heraus den 1:1-Ausgleich. Danach hat Lengfeld Druck gemacht, doch uns gelang das 2:1 und 3:1. Wenn man sich überlegt, dass wir nach dem 7:1 auch noch viele Chancen hatten, war das Endergebnis von 7:2 durchaus verdient“, freute sich Selmanaj über den gelungenen Heimauftakt, bei dem vor allem der erst 18-jährige Damian Leonhard Köllhofer mit drei Toren geglänzt hatte. „Er ist einer von drei Spielern, die ich direkt aus der A-Jugend in die erste Mannschaft geholt habe“, verweist der SVM-Coach auf sein junges, erfolgshungriges Team.

„Heftige Konstellation“

„Das Ergebnis im ersten Spiel ist immer etwas relativ, aber sieben Tore musst du natürlich erst einmal schießen. Trotzdem sehe ich Münster nicht so stark wie Bensheim, das ich am Ende unter den ersten Drei erwarte“, kommentiert ETB-Trainer Sigmund die Leistung der Gäste, die er dennoch nicht unterschätzen will. „Bis zu sechs Direktabsteiger, das ist schon eine heftige Konstellation“, meint Sigmund, der sich darauf einstellt, dass in der Gruppenliga ein rauer Wind weht und der Klassenerhalt kein leichtes Unterfangen wird. „Mit zwei Absteigern aus der Verbandsliga und sechs Aufsteigern ist ja außerdem fast die halbe Liga neu“, weiß auch Selmanaj nur zu gut, dass die Gruppenliga Darmstadt alles andere als ein Wunschkonzert ist.

Am Sonntag wird ETB-Trainer Sigmund wohl auf Neuzugang Vassilios Theodorou, Matthias Wegerle und André Bandieramonte verzichten müssen, während Niclas Herzberger zuletzt wieder ins Training einsteigen konnte. Beim SVM hofft Selmanaj darauf, dass Daniel Lampevski nach seiner Meniskusverletzung bald wieder einsatzfähig ist.

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