Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Im Duell der positiven Überraschungen in der A-Liga trifft die SG Nordheim/Wattenheim auf den Tabellenvierten aus Lampertheim

Azzurri haben Appetit auf mehr

Wattenheim.Wenn sich am Sonntag (15.15 Uhr) auf dem Rasenplatz in Biblis-Wattenheim die SG Nordheim/Wattenheim und die Gäste von der Associazione Sportiva Azzurri Lampertheim in der Fußball-Kreisliga A gegenüberstehen, dann treffen zwei Teams zum Riedderby aufeinander, die in der laufenden Saison positiv überraschen konnten.

„Dass es in dieser Runde so gut für uns läuft, war gerade nach der vergangenen Spielzeit so nicht unbedingt zu erwarten. Wir waren ja letzte Saison eigentlich abgestiegen“, blickt SG-Coach Jens Stark nur ungern auf die A-Liga-Saison 2017/2018 zurück, als er noch Co-Trainer bei der Sportgemeinschaft war. Die Abstiegskonstellationen oberhalb der A-Liga retteten die NoWa als Vorletzten damals vor dem Gang in die B-Liga. „Das Selbstvertrauen war nach so einer Runde natürlich schon angekratzt. Da geht es jetzt für uns natürlich auch darum unsere A-Liga-Tauglichkeit unter Beweis zu stellen“, ist Stark daher mit dem aktuellen zehnten Platz sehr zufrieden. „Wir haben mit 28 Punkten zwölf Punkte Vorsprung vor dem Relegationsrang und ich habe den Jungs schon gesagt, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben werden, wenn wir die 30 Punktemarke knacken.“

Adnan Dogan suspendiert

Noch freudiger blicken die Gäste aus Lampertheim auf ihre bisherige Runde zurück und das nicht nur, weil die Azzurri am vergangenen Wochenende das Stadtderby gegen den VfB Lampertheim mit 2:0 für sich entscheiden konnten. „Das war ein verdienter Sieg für uns“, sagte Coach Martin Göring, der sich über die beste Saison in den vergangenen vier Jahren freut. „Nachdem wir zuletzt immer um den Klassenerhalt kämpfen mussten, wollten wir eine ruhige Runde spielen und das ist uns gut gelungen, schließlich haben wir mit 37 Punkten jetzt schon drei Zähler mehr als in der vergangenen Saison“, lobte Göring.

Auch wenn die Spargelstädter das Spitzentrio in der A-Liga wohl nicht mehr gefährden können, hat der Gästecoach die Runde aber noch lange nicht abgehakt. „Ich will immer so gut wie möglich abschneiden, das habe ich auch meinen Spielern gesagt. Wir sind jetzt auf einem sehr guten vierten Platz und den wollen wir auch bis zum Schluss verteidigen“, macht der Azzurri-Trainer eine klare Ansage.

Die bekam wohl auch Adnan Dogan zu hören, der mittlerweile aus dem Kader der Spargelstädter gestrichen wurde. „Er ist ein guter Fußballer, aber mal ins Training zu kommen und dann wieder nicht, das geht einfach nicht. In der Mannschaft weiß jeder dass er nur dann spielt, wenn er auch am Training teilgenommen hat. Da bin ich ein Gerechtigkeitsfanatiker“, sieht Göring in dieser Philosophie, kombiniert mit einem breiteren Kader, auch einen Schlüssel des aktuellen Erfolges. So können die Gäste mittlerweile auch Ausfälle von Leistungsträgern wie Daniel Windecker (Adduktorenverletzung) oder Jannick Hoffmann verkraften, die beide am Sonntag nicht einsatzfähig sind.

Bei den Hausherren galt es dagegen, junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft zu integrieren. „Da kamen neun Spieler zu uns, von denen sechs immer noch hier sind. Das ist ja auch der Weg den wir hier bei der SG Nordheim/Wattenheim gehen“, freut NoWa-Trainer Stark vor allem die Entwicklung von Youngster Niklas Fleischhacker, schließlich hat der 19-jährige schon neun Saisontore erzielt.

Um den Einsatz von Routinier Tobias Theiss bangt Stark dagegen noch. „Sie haben beim SSV Reichenbach 3:3 gespielt und dabei einen 1:3-Rückstand gedreht und wir haben dort 3:3 gespielt und dabei einen 0:3-Rückstand gedreht. Das dürfte am Sonntag also spannend werden“, weiß Göring, dass es für die Azzurri nun Schlag auf Schlag geht. So haben die Italiener schon am kommenden Dienstag (19.30 Uhr) den Tabellenführer SG Unter-Abtsteinach II zum Nachholspiel in Lampertheim zu Gast.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional