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Spiel der Woche Trainer des VfR Bürstadt will gegen Fürth harte aber faire Zweikämpfe sehen / SV-Coach Brenner ist gespannt auf Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Barisic erwartet mehr Aggressivität

Bürstadt.Am Sonntag (14.45 Uhr) hat der VfR Bürstadt den SV Fürth in der Kreisoberliga Bergstraße zu Gast. Für den Gästecoach Ludwig Brenner ist die Partie im Robert-Kölsch-Stadion dabei eine besondere. „Ich war bisher noch nicht im Stadion, seit die Tribüne dort abgerissen worden ist“, ist der Coach der Odenwälder auf den doch ungewohnten Anblick gespannt, wenn er an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

„Ich bin ja gebürtiger Bürstädter und habe als Spieler des VfR Bürstadt die großen Zeiten miterlebt“, gehörte Brenner in den 1980er Jahren zur Zweitligamannschaft der Schwarz-Weißen, die so manche denkwürdige Fußballschlacht im Robert-Kölsch-Stadion geschlagen hat, dessen Tribüne der Errichtung des neuen Bildungs- und Sportcampus weichen musste. In jenen Tagen als der VfR in Fußballdeutschland ein Begriff war, galten die Bürstädter als sehr kämpferische Truppe.

Diese Tugend wünscht sich VfR-Trainer Goran Barisic auch aktuell von seinem Team: „Wir befinden uns mitten im Abstiegskampf. Dafür agieren wir in den Zweikämpfen einfach viel zu zaghaft. Mehr Aggressivität, das ist es, was uns zurzeit oft fehlt. Es geht hier auch nicht darum, Fouls zu machen. Die meisten Gelben Karten bekommen wir wegen Meckerns.“

0:10 als Tiefpunkt

Der Tiefpunkt in Sachen kämpferische Einstellung war für den Trainer vor drei Wochen bei der 0:10-Klatsche bei der SG Unter-Abtsteinach II erreicht. „Nach diesem Spiel konnte ich mich nicht schützend vor die Mannschaft stellen. Es kann passieren, dass man mal hoch verliert, wie es uns auch beim 0:6 in Lampertheim passiert ist. Aber da haben alle Spieler auf dem Platz gegeben, was an diesem Tag möglich war. Dann ist das okay“, so der Coach.

Immerhin gefiel Barisic die Reaktion seines Teams auf das 0:10, als man im nachfolgenden Spiel gegen den SV Unter-Flockenbach II 2:2 spielte. „Allerdings haben uns da am Ende leider zwei Minuten gefehlt, um den so wichtigen Dreier ins Ziel zu bringen“, weiß Barisic dass nach der 1:3-Niederlage in Mitlechtern nun in den vier verbleibenden Spielen vor der Winterpause noch dringend Punkte her müssen, um den viertletzten Rang nach oben zu verlassen. „Aus den nächsten drei Spielen müssen wir sieben Punkte holen“, fordert der Coach der Sonnenstädter.

Der SV Fürth reist indessen mit breiter Brust nach Bürstadt. Schließlich fertigten die Grün-Weißen zuletzt im Heimspiel das noch sieglose Schlusslicht SC Olympia Lorsch mit sage und schreibe 13:0 ab, wobei die Fürther bereits zur Pause 9:0 vorn lagen. „Wir sind sehr konzentriert in dieses Spiel gegangen und haben nach acht Minuten schon mit 3:0 geführt“, freute Brenner am Kantersieg besonders der Sechserpack, den Torjäger Armend Ramadani schnürte.

Die Begegnung beim VfR sieht der Coach dabei unter veränderten Vorzeichen, als in der vergangenen Saison. „Damals war der VfR Bürstadt in der Kreisoberliga vorne, während es für uns unten bis zum Schluss darum ging, den Relegationsplatz zu vermeiden. Jetzt haben wir eine Erfolgsserie, die wir auch am Sonntag fortsetzen wollen, und werden mit dem Abstieg diesmal wohl nichts mehr zu tun haben, während der VfR aktuell unten mit drin steht“, hofft Brenner allerdings, dass der SVF-Kader keine weiteren Ausfälle erfährt. Mit Mohammad Hodroj fällt der etatmäßige Kapitän des Tabellensechsten bis zur Winterpause verletzungsbedingt aus. „Niko Hallermeier hat muskuläre Probleme und Emre Gözübüyük hat zuletzt einen Schlag auf die Achillessehne bekommen. Bei ihm sollte es am Sonntag aber gehen“, erklärt Brenner. Er hofft, 13 oder 14 fitte Akteure zurückgreifen zu können.

„Ich bin froh, wenn ich am Sonntag 13 gesunde Spieler aufbieten kann“, ist die Personalsituation für VfR-Trainer Goran Barisic ähnlich angespannt. „Daniel Böck ist nicht 100-prozentig fit. Ich hoffe, dass er spielen kann und dass uns Andreas Kautzmann wieder zur Verfügung steht“, sagt Barisic.

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