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Fußball-Kreisliga A Der FV Biblis scheint in einer guten Form zu sein, der kleine Kader schmerzt allerdings

Bescheidenheit trotz starker Vorbereitung

Archivartikel

Biblis.Wenn Thomas Roth, Trainer des FV Biblis, über die Saisonziele seiner Mannschaft sprechen muss, gibt er sich eher bescheiden. Zwar haben die Bibliser die letzte Saison durch eine starke Rückrunde auf dem sechsten Platz in der Kreisliga A abgeschlossen und feierten im März dieses Jahres das 100jährige Vereinsjubiläum, von übersteigerten Erwartungen im Vorfeld der neuen Runde hält Roth jedoch nichts: „Wenn es um so etwas geht, bin ich eher ein Leisetreter. Es stimmt ja, dass unsere Rückrunde gut war. Allerdings können wir uns dafür nichts mehr kaufen. Alles beginnt wieder bei Null. Zuerst gilt es für uns, die Klasse zu halten. Alles was danach kommt, nehmen wir gerne mit. Das Wichtigste ist für mich der möglichst frühe Klassenerhalt. Sollte es besser laufen, korrigiere ich unsere Ziele gerne nach oben. Vor der Saison ist jedenfalls zwischen Platz vier und 14 alles drin.“

Dabei hätte Roth nach der Vorbereitungsphase durchaus Grund, mehr Euphorie zu verbreiten. In den Testspielen haben die Bibliser nämlich überzeugt. Von insgesamt neun Vorbereitungspartien haben die Blau-Weißen nur zwei verloren – gegen den SV Fürth und der SG Riedrode, allerdings gegen höherklassige Teams. Bei der vierten Ausgabe des Biblis-Cups wurde der FVB hinter der SG Riedrode am vergangenen Samstag Zweiter. „Man kann durchaus sagen, dass unsere Vorbereitung gut gelaufen ist. Die Stimmung in der Mannschaft stimmt, die Kameradschaft in der Truppe ist top. Trotzdem muss man eine Saisonvorbereitung immer ergebnisunabhängig betrachten. Was zählt, ist ja erst der Ligabetrieb“, sagt Roth.

Drei Neuzugänge

Für die neue Runde hätte Roth das Spielsystem seiner Elf gerne etwas verändert: „Mit unserem nach wie vor kleinen Kader ist das aber kaum möglich. Dafür fehlen uns einfach die Spieler und für die Spieler die Mittel. Wir haben zwar einiges probiert, werden aber vorerst bei unserem alten System bleiben. Ein paar neue Sachen haben wir dennoch einstudiert.“

Personelle Fluktuation gab es in der spielfreien Zeit dennoch. Jonas Reis wechselte zur SG NoWa, Gökhan Basic verließ die Bibliser Richtung Eintracht Bürstadt und Matthias Kling kickt künftig im Frankfurter Raum. Außerdem nimmt sich Marc Worschech eine Auszeit vom Fußball, Dennis Wojtaszek geht für ein Auslandssemester nach Polen. Dafür konnte Roth drei Neuzugänge begrüßen. So wechselte Patric Richter vom SV Bobstadt in die Bibliser Abwehr, Malik Farhan kam aus Groß-Rohrheim und vom JFV Alsbach/Auerbach wurde Mittelfeldspieler Eldin Ramic verpflichtet. Roth: „Unser Kader ist immer noch klein, da darf nicht viel passieren. Vielleicht gelingt es uns, in der Winterpause noch einmal personell nachzulegen.“

Die Konkurrenz in der Kreisliga A schätzt Roth in der neuen Saison noch stärker ein als zuletzt: „Einige Mannschaften haben sich enorm personell verstärkt. Es gibt sicherlich drei, vier Teams, die um die Meisterschaft und den Aufstieg spielen werden. Die Spitze ist breiter geworden. Für uns wird es deshalb wieder schwer, vor allem die Anfangsphase wird hart. Trotzdem freuen wir uns alle auf die neue Saison.“ rago

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