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Spiel der Woche Beim 3:0-Erfolg im A-Liga-Derby gegen die SG Nordheim/Wattenheim stellt der FVB vor der Pause die Weichen zum Sieg

Biblis reicht eine starke Halbzeit

Biblis.So richtig zufrieden waren am Sonntag nach dem Bibliser A-Liga-Derby zwischen dem FV Biblis und der SG Nordheim/Wattenheim beide Trainer nicht. Freuen durften sich nach dem Abpfiff aber die Hausherren vom FVB. Aufgrund einer starken ersten Hälfte landeten die Blau-Weißen einen verdienten 3:0 (3:0)-Heimerfolg über die Sportgemeinschaft. Während der FVB damit in der Spitzengruppe der A-Liga bleibt, muss die SG NoWa nach der Derbyniederlage im Tabellenkeller weiterhin mit Relegationsplatz 14 vorlieb nehmen.

„In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und wir waren auch insgesamt das spielerisch überlegene Team, trotzdem hat mir unsere zweite Halbzeit gar nicht gefallen. Wir müssen da auf das 4:0 gehen, um das Spiel vorzeitig für uns zu entscheiden. Unser Sieg geht sicherlich in Ordnung, aber wenn die NoWa trifft, dann kann es nochmals eng werden“, nahm FVB-Trainer Thomas Roth den Derbysieg gerne mit, sah aber durchaus noch Luft nach oben bei den Platzherren. NoWa-Coach Jens Stark haderte dagegen damit, wie sich sein Team in der ersten Halbzeit des Derbys präsentierte. „Da waren wir gar nicht auf dem Platz! Der FV Biblis war sicher die spielerisch stärkere Mannschaft und hat dieses Spiel auch verdient gewonnen, aber gerade kämpferisch müssen wir da viel mehr dagegen halten. Was wir in den zweiten 45 Minuten gezeigt haben, fand ich dann schon ganz in Ordnung, aber da hätten wir eben auch ein Tor schießen müssen“, resümierte Stark.

Schweigeminute für Schulz

Bevor der Ball am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz im Bibliser Pfaffenau-Stadion rollte, legten alle Beteiligten eine Schweigeminute für den verstorbenen FVB-Ehrenvorsitzenden Herbert Schulz ein. Zu Ehren des langjährigen Vereinsvorsitzenden liefen die FVB-Spieler mit Trauerflor auf. Die Gastgeber zeigten vom Anpfiff weg, dass sie das Bibliser Derby für sich entscheiden wollten. So musste NoWa-Torwart Uwe Schwaier schon nach fünf Minuten gegen Alexander Rückher eingreifen. Auch gegen Denny Oßwald behielt Schwaier eine Minute später die Oberhand. In der 16. Minute war es dann aber soweit und der erste FVB-Torjubel wurde fällig, als Denny Oßwald mit Marius Barth einen schönen Doppelpass spielte und Oßwald Schwaier im NoWa-Tor beim 1:0 keine Chance ließ.

Die Gäste hatten diesen Treffer kaum verdaut, da landete das Kunstleder erneut in den Maschen. Markus Gölz hatte aus gut 25 Metern abgezogen und sehenswert zum 2:0 (19.) ins rechte obere Toreck getroffen. „Bei beiden Gegentoren stehen wir viel zu weit vom Gegner weg, so viel Raum dürfen sie da einfach nicht haben“, bemängelte Stark.

Abseitstor von Theiss

In der 23. Minute hätte der NoWa-Coach beinahe das 2:1 bejubeln dürfen, doch nach der Flanke von Dennis Gansmann köpfte NoWa-Kapitän Tobias Theiss über den von Felix Heiligenthal gehüteten FVB-Kasten (23.). „Viel mehr als diese Chance haben wir in der ersten Hälfte ja nicht zugelassen“, sah FVB-Coach Roth ansonsten gut organisierte Gastgeber. In der 37. Minute schlug dann erneut Oßwald zum 3:0 für den FVB zu. Den ersten Versuch konnte Schwaier noch parieren, aber den Nachschuss versenkte der 28-jährige. „Der Ball kommt von uns, insofern ist das kein Abseits“, passte diese Szene für Jens Stark ins Bild der ersten Halbzeit.

In der zweiten Hälfte agierten die Gäste nun deutlich mutiger, während der FVB etwas den Fuß vom Gas nahm. Die besseren Torchancen blieben aber aufseiten der Platzherren, als Markus Gölz nur den linken Torpfosten (56.) traf und Ramon Kronauer aus kurzer Distanz an Uwe Schwaier scheiterte (77.). In der 81. Minute zappelte der Ball zwar im FVB-Tor, doch noch vor dem Schuss von Tobias Theiss hatte der Schiedsrichter auf Abseits erkannt.

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