Lokalsport Südhessen

Fußball Als D-Liga-Meister wieder in der C-Klasse

Birlikspor Biblis meldet sich zurück

Biblis.Eine souveräne Meisterschaft hat in der vergangenen Saison Birlikspor Biblis in der Fußball-Kreisliga D, Staffel II, errungen. Von Beginn an deutete sich der Titel an und war selten in Gefahr. Die Elf von Juni Tela ist ein würdiger Meister und hat sich die Rückkehr in die Kreisliga C redlich verdient.

Dort zählte der Verein 1992 zu den Gründungsmannschaften der neuformierten Klasse. Auf Bergsträßer Kreisebene bezogen, waren die unteren Mannschaften fortan nicht mehr in einer Ost- und West-Gruppe regional unterteilt, sondern in eine B- und eine C-Liga.

"Wir tun immer gut daran, uns nicht nur sportliche Ziele zu setzen, sondern auch darauf zu achten, dass wir eine faire Mannschaft bleiben. Das ist ganz wichtig für unseren Ruf und deswegen definieren wir unsere Saisonerwartung auch in diese Richtung", betont der Vorsitzende Erdal Celik.

Das klappte in der Hinrunde der vergangenen Saison recht gut, lediglich in der Rückserie musste die Mannschaft zwei Rote Karten hinnehmen. Die Gegner waren aber auch nicht gerade zimperlich. Und für einen Spieler, der nach der Begegnung über die Stränge schlug, gab es nach seiner Tätlichkeit eine Sperre von 18 Partien.

Torhüter Bawena ragt heraus

Fußball gespielt haben die Bibliser in den vergangenen Monaten natürlich auch. Und dies für D-Liga-Verhältnisse höchst erfolgreich. Dem Stamm der Mannschaft gehörten dabei 15 Spieler an und diese waren nahezu gleichwertig.

"Wenn einer mal ausfiel, wurde der Job von einem anderen Mannschaftskameraden übernommen. Da waren wir über die Runde hinweg doch recht konstant", blickt Celik auf die tolle Saison zurück und freute sich auch darüber, dass viele Flüchtlinge ins Team integriert wurden.

Dennoch gab es einige Spieler, die ein bisschen herausragten. Allen voran der überragende Torwart Kpatcha Bawena. Das kommt auch nicht ganz von ungefähr, denn einst bestritt er für Burkina Faso drei Länderspiele.

"In der D-Liga hat ein solcher Keeper sicherlich nichts verloren. Deswegen ist auch die halbe Kreisoberliga hinter ihm her. Kpatcha bleibt aber weiterhin bei uns", freut sich Celik. Es gibt allerdings noch weitere Spieler, ohne die die Meisterschaft so nicht denkbar gewesen wäre. Süleyman Er, der dem Team seit vielen Jahren angehört, ist der große Routinier.

Im Mittelfeld zieht Karim Saine die Fäden und war mit zehn Treffern zweitbester Torschütze im Verein, lag somit knapp hinter Lamarana Barry, der elfmal ins Schwarze traf. Auf neun beziehungsweise acht Treffer brachten es Musar Sarr und Mohammed Ehin.

Nur zwei Niederlagen

Siege gab es für die Elf von Juni Tela, den Celik für das Geleistete außerordentlich lobt, jede Menge. Lediglich zweimal musste Birlikspor eine Niederlage hinnehmen. Gegen den FV Biblis II setzte es im Pfaffenaustadion ein 1:2. Auch bei der zweiten Mannschaft von Olympia Lorsch gab es im Oktober 2016 eine 1:2-Niederlage.

Wichtig war aber, dass Birlik das vorentscheidende Spiel bei der immens starken zweiten Vertretung des VfB Lampertheim am vorletzten Spieltag mit 3:1 für sich entschied.

In der Kreisliga C soll es Birlikspor nun nicht so ergehen, wie in der Saison 2013/14. Kaum wieder in diese Klasse zurückgekehrt, folgte postwendend der Abstieg. Aber warum sollte sich das Unglück von vier Jahren auch wiederholen?

Immerhin haben mit Baris Atev vom FSV Riedrode und dem Bulgaren Thome Gugicev schon zwei Zugänge für die kommende Saison ihr Kommen angekündigt. Weitere werden folgen. Insbesondere will Birlikspor noch einen Schlussmann verpflichten, als Ersatz für Kpatcha Bawena. hias

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