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Fußball 23-Jähriger aus Groß-Rohrheim hat sich bei Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf einen Stammplatz erkämpft

Bormuth lebt seinen Traum

Ried.Robin Bormuth genießt momentan jeden Moment auf dem Fußballplatz. Der Groß-Rohrheimer spielt mit Aufsteiger Fortuna Düsseldorf seine erste Bundesliga-Saison – und stand in den vergangenen fünf Partien jeweils in der Startelf von Trainer Friedhelm Funkel. Der bisherige Karriere-Höhepunkt für den Innenverteidiger war zweifelsohne das 3:3 bei Bayern München. Diesen 24. November wird Bormuth, der vor fünf Jahren von Darmstadt 98 ins Rheinland wechselte, so schnell nicht vergessen.

Ohne größere Hoffnungen reisten der 23-Jährige und seine Mannschaftskameraden in die Münchener WM-Arena. Statt aber beim deutschen Rekordmeister eine möglicherweise hohe Niederlage zu beziehen, gab es am Ende ein achtbares Unentschieden: Die Fortuna war in Deutschland in aller Munde. „Wir haben in München einen zweimaligen Rückstand aufgeholt, allein das ist schon beachtlich“, blickt Bormuth gerne auf das Erfolgserlebnis bei den Bayern zurück.

Duell mit Lewandowski

Und so ganz nebenbei stand er gegen Weltklassestürmer Robert Lewandowski seinen Mann. „Das ist natürlich eine Riesenherausforderung, gegen so einen Stürmer zu spielen. Umso besser, wenn er keinen Treffer erzielt“, freute sich der Groß-Rohrheimer über sein persönliches Erfolgserlebnis. Mann des Tages war im Duell mit den Bayern aber eindeutig Fortuna-Angreifer Dodi Lukebakio, der drei Treffer erzielte.

Lukebakio zählt genauso zu den jungen Akteuren im Team wie Bormuth, der eindringlich davor warnt, nach solchen Begegnungen abzuheben und die Bodenhaftigkeit zu verlieren: „Mit Zuckerbrot und Peitsche sorgt unser Trainer Friedhelm Funkel dafür, dass uns unser Husarenstreich in München nicht zu Kopf steigt. Bei genauerer Betrachtung haben wir ja lediglich einen Zähler geholt und drei Gegentore kassiert. Und nun hat uns die vermeidbare 0:1-Heimniederlage gegen Mainz, bei der wir die bessere Mannschaft waren, wieder etwas zurückgeworfen.“ Aktuell steht die Fortuna mit neun Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.

Inzwischen ist Zugang Dodi Lukebakio, der vom FC Watford ausgeliehen ist, in der Düsseldorfer Mannschaft bestens integriert. Langsam aber sicher baut der junge Belgier seine sprachlichen Barrieren ab. „Sein Deutsch wird von Woche zu Woche besser“, lobt Bormuth. Dass er selbst der englischen Sprache mächtig ist, um sich mit ihm zu verständigen, wertet er als einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil bei der Kommunikation mit ausländischen Mannschaftskameraden. Ansonsten spricht Bormuth mittlerweile fast wie ein junger Rheinländer mit einer dialektischen Färbung. Fast, denn ein Wort in seinem Sprachgebrauch lässt auf seine südhessische Heimat schließen. „Wenn ich ’net’ statt nicht sage, wissen viele, woher ich komme“, verrät der 1,90 Meter große Innenverteidiger.

Start beim FC Alemannia

Und so sehr er sich auch bei der Fortuna, bei der er einen Vertrag bis 30. Juni 2020 hat, wohlfühlt, will er sich so schnell von Groß-Rohrheim nicht lossagen. Bald ist wieder Weihnachten. Beste Gelegenheit, sich mal wieder in der alten Heimat blicken zu lassen. Bei Alemannia Groß-Rohrheim begann er seine Fußballkarriere, ehe er über die Stationen SV Concordia Gernsheim, SC Viktoria Griesheim und Darmstadt 98 nach Düsseldorf wechselte.

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