Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Auerbacher Trainer braucht beim Tabellenzweiten VfR Bürstadt dringend Punkte für den Abstiegskampf

Bozanovic fordert Heimatverein

Bürstadt.Die Kreisoberliga biegt mit den letzten drei Spieltagen auf die Zielgerade ein – und noch sind im Bergsträßer Fußball-Oberhaus einige Fragen offen. Klar ist allerdings bereits, dass der VfR Bürstadt die Runde nicht schlechter als auf Platz zwei abschließen wird. Mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer FSG Riedrode befinden sich die Schwarz-Weißen aber auch noch mitten im Rennen um die Meisterschaft. Im Robert-Kölsch-Stadion hat der VfR am Sonntag (15.15 Uhr) die Turn- und Sportvereinigung Rot-Weiss Auerbach zu Gast – und die Elf aus dem Bensheimer Ortsteil steckt mitten im Kampf um den Klassenerhalt.

„Wir haben von den letzten 13 Pflichtspielen nur eines verloren. Darüber bin ich sehr erfreut“, zollt VfR-Trainer Karl-Heinz Göbel seinem Team ein großes Lob. „Unsere Saison ist schon jetzt als sehr gelungen zu bezeichnen“, weiß er, dass mindestens die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Darmstadt winkt.

Schützenhilfe für Bruder Duro?

Den Druck am Sonntag sieht Göbel eher bei den Auerbachern. „Sie haben einen guten Trainer – und es ist nicht einfach, gegen sie zu spielen. Aber sie brauchen jetzt auch dringend noch Punkte, um sicher in der Liga zu bleiben.“ Den VfR kennt Gästecoach Tunjo Bozanovic dabei überaus gut. „Der VfR ist mein Heimatverein – und ich werde dort immer freundlich empfangen. In der Saison 2016/2017 habe ich am Ende selbst noch einmal für zwei Spiele beim VfR die Fußballschuhe geschnürt, um als Spieler dabei mitzuhelfen, dass der VfR nicht aus der Kreisoberliga absteigt. Das war eine Herzenssache und ich bin froh, dass wir damals den Ligaerhalt geschafft haben“, ist Bozanovics Ziel mit der TSV Auerbach nun kein anderes.

Auerbach ist für den 31-Jährigen die erste Cheftrainerstation im Erwachsenenbereich. Dass er mit einem Punktgewinn am Sonntag in Bürstadt auch seinen Bruder Duro Bozanovic im Kampf um die Meisterschaft unterstützen könnte, der den Spitzenreiter FSG Riedrode gemeinsam mit Andreas Keinz betreut, ist Tunjo Bozanovic bewusst. „Ich habe selbst zehn Jahre beim FSV Riedrode gespielt und würde Duro diesen Erfolg natürlich gönnen, andererseits ist der VfR Bürstadt mein Heimatverein, daher würde ich es beiden gönnen, wenn sie in die Gruppenliga aufsteigen. Der eine direkt und der andere dann eben über die Aufstiegsrunde. Viel wichtiger ist für mich allerdings, dass wir mit der TSV Auerbach Punkte sammeln, um die Klasse zu halten und auch möglichst nicht in die Relegation zu müssen. Die drei Niederlagen zuletzt, haben uns schon weh getan“, sagt Bozanovic. Beim VfR konnte man dagegen zuletzt sechs Siege in Folge einfahren. Dass sein Team noch Meister wird, hält Göbel dennoch für eher unwahrscheinlich: „Das ist jetzt nicht als Psychospielchen, sondern als echtes Lob gedacht. Was die Verantwortlichen in Riedrode auf die Beine gestellt haben, ist bewundernswert. Ich glaube, dass die FSG auch ihre letzten drei Spiele gewinnt.“ Im Saisonendspurt muss er auf Kadir Kilic verzichten, bei dem der Verdacht auf Riss des Syndesmosebandes besteht.

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