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Fußball-Gruppenliga Riedrodes Coach überrascht über guten Fitnesszustand seiner Elf / Comma wechselt nach Brühl, Ille und Daniel beenden Karrieren

Bozanovic peilt Top Sechs an

Riedrode.Seit vergangenem Samstag steht die erste Mannschaft der FSG Riedrode wieder auf dem Trainingsplatz – zum ersten Mal nach viereinhalb Monaten. Die Pandemie hatte dem Fußballalltag beim Gruppenligisten Mitte März ein jähes Ende bereitet. Als im Mai die ersten Lockerungen kamen, verzichtete Riedrodes Trainer-Duo Duro Bozanovic/Andreas Keinz auf die Wiederaufnahme des Teamtrainings, das nur in kleinen Gruppen und kontaktfrei möglich gewesen wäre.

Faul waren die FSG-Kicker in der fußballfreien Zeit jedoch nicht. Das Konzept des Trainergespanns, die Spieler lieber privat und eigenverantwortlich trainieren zu lassen, ging voll auf. „Man merkt, dass die Jungs was für sich gemacht haben“, sagt Bozanovic nach den ersten Einheiten der Sommervorbereitung: „Der größte Teil der Mannschaft macht einen sehr fitten Eindruck.“ Die „positiven“ Ergebnisse beim Coopertest seien für ihn „nicht überraschend“, meint Bozanovic: „Das haben wir erwartet.“

Erwartet wird vom FSG-Kader ohnehin Einiges. Mit sieben zum Teil hochkarätigen Neuzugängen (Jan-Marvin Dell, Fitim Hajdaraj, Ilias Hamzi, Patrick Landwehr, Gianluca Lucchese, René Salzmann, Henrik Wegerle) schraubten die Blau-Schwarz-Gelben nicht nur intern die Ansprüche hoch.

Riedrodes Coach Bozanovic antwortet auf die Frage nach den Meisterschaftsfavoriten zwar lieber mit VfR Fehlheim, 1. FCA Darmstadt, FC 07 Bensheim oder VfR Groß-Gerau. Er stellt aber auch klar: „Die Mannschaft hat die Qualität, um unter die ersten Sechs zu kommen. Vom Aufstieg will ich nicht reden, da sind andere Vereine besser aufgestellt als wir.“ Platz „vier bis sieben“ hält der Deutsch-Kroate für realistisch: „Ich setze mir Platz sechs als Ziel. Wenn wir Siebter oder Achter werden, wären wir je nach Saisonverlauf auch zufrieden.“

In guter – beziehungsweise in schlechter – Erinnerung hat der 40-Jährige die vergangene Spielzeit, in der sich die vermeintlich gut aufgestellte FSG-Elf irgendwann von selbst aufstellte. Das lag zum einen an einer Vielzahl verletzter Spieler, zum anderen aber an Hinterbänklern, die sich nicht aufdrängten. Und auch jetzt, da Bozanovic und Keinz nach eigener Aussage über einen „ausgeglichenen Kader über die Breite von 17, 18 Leuten“ verfügen, stapeln sie lieber tief.

Vom Anfang Juli vermeldeten 30-Mann-Kader sind nämlich nur noch 26 Akteure verblieben. Der in Hockenheim wohnhafte Außenverteidiger Musa Comma schloss sich dem FV Brühl an. Julian Ille und Marcel Daniel erklärten – für die Trainer nicht ganz überraschend – ihr Karriereende. Ersatztorwart Florian Grinda ist beruflich eingespannt. Zudem fallen unverändert Marc Kress und Dominic Kohl verletzt aus. Stammkeeper Chris Keilmann kann nach seiner Knie-OP erst mal nur dosiert trainieren. Im Auftakttraining verletzte sich Oliver Schrah (Bänder), wenngleich wohl nicht schwer. Addiert Bozanovic die Urlauber und Schichtdienstler, kommt er zurzeit auf knapp 15 bis 20 Mann pro Einheit. Schlechtreden will der Ex-Stürmer die Lage deshalb nicht: „Wir haben großes Vertrauen in die Jungs. Sie haben gezeigt, dass sie in der Pause etwas gemacht haben. Wir sind zufrieden mit ihnen und hoffen, sie bringen uns Trainer jetzt Woche für Woche ins Grübeln, was die Aufstellung angeht.“

Sechs Tests hat die FSG für August vereinbart, nur einen davon zu Hause (23. August gegen Ilvesheim). Der Pflichtspielauftakt mutet happig an. Nach dem Kreispokal-Halbfinale gegen Verbandsligist Unter-Flockenbach (26. August) trifft Riedrode in den ersten drei Ligapartien auf den FC Alsbach, Eintracht Bürstadt und den FCA Darmstadt. cpa

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