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American Football Redskins rechnen vor dem Saisonstart in der Hessenliga damit, dass sich Marburg II von oben verstärkt

Bürstadt erwartet GFL-Footballer

Bürstadt.Mit ihrer Vorfreude vor dem Saisonstart 2020 halten die Bürstadt Redskins nicht hinter dem Berg. „Irgendwie mega, oder?“, klingt Bürstadts Kommunikationschef Harry Frommeld am Ende der einjährigen Vorbereitung etwas ungläubig. Dann holt er aus: „Wir alle haben American Football vermisst. Wir haben es vermisst, die Nase in den Wind zu halten, während wir von unseren Spielern etwas gezeigt bekommen.“

Was die Spieler der Redskins-Seniors zu zeigen imstande sind, wird am Samstag (Kick-off: 16 Uhr) ersichtlich, wenn die Südhessen auf der Leichtathletikanlage ihres Stammvereins TV Bürstadt die GFL-Reserve der Marburg Mercenaries empfangen. Es ist ihr Auftakt in die Football-Hessenliga, die sportlich ohne große Bedeutung ist: Auf- und Abstieg hat der American-Football-Verband Hessen ausgesetzt, der reguläre Ligabetrieb ruht. Vielmehr geht es darum, spielwilligen Mannschaften die Chance zu geben, sich zu präsentieren. Dabei stellen die Redskins als Landesliga-Aufsteiger das klassenhöchste Team. Marburg II, die Gernsheim Gladiators und die Black Goats aus Mannebach (Landkreis Trier-Saarburg) wären regulär in der Verbandsliga angetreten.

Als Favorit sieht Frommeld die Bürstädter vor dem Ligastart nicht. „Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Marburg II einige Spieler aus dem eigenen GFL-Team mitbringen wird, denn es ist ja nicht verboten, dass sich die zweite Mannschaft verstärkt“, glaubt er: „Im GFL-Team wird es bestimmt einige Spieler geben, die gerne spielen möchten.“ Dass Marburgs Reserveteam auf Akteure aus der höchsten deutschen Football-Liga setzen wird, steht für den Sprecher der Redskins außer Frage. Im ersten Spiel der Hessenklasse am vergangenen Samstag fegten die Marburger die gastgebenden Black Goats mit 52:0 vom Platz.

Den Ticketverkauf für ihren Auftakt haben die Redskins am Montag gestartet. „Online, über unsere Homepage“, präzisiert Frommeld: „Am Montagabend waren schon knapp 60 Karten weg.“ Wie viele Karten die Redskins genau verkaufen dürfen, ist unklar. Die Stadt Bürstadt hat den Redskins mitgeteilt, dass nur 250 Menschen zum Spiel kommen dürfen. Die aktuellen Corona-Verordnungen in Hessen schreiben eigentlich vor, dass Sportveranstaltungen mit maximal 250 Zuschauern stattfinden dürfen – Spieler, Offizielle und Vereinshelfer sind da noch nicht mit inbegriffen. Wie dem auch sei: Die Redskins, die laut Frommeld knapp 50 Leute unter Pass haben, freuen sich. Die Generalprobe am vergangenen Wochenende verlief vielversprechend. „Im Scrimmage gegen die Haßloch Eightballs hat die Offense sehr gut funktioniert. Phasenweise hat sie die gegnerische Defense sogar dominiert“, berichtet Frommeld: „Unsere Defense hat auch sehr gut gestanden. Im Vergleich zum 0:26 im Test gegen die Mannheim Bandits standen wir schon viel sortierter, das Playbook wurde gut umgesetzt.“

Gelungene Generalprobe

Frommeld und den Redskins steht ein langer Samstag bevor. Am Vormittag richten die Redskins ein Flag-Football-Jugendturnier mit insgesamt vier Spielen aus. Dabei trifft die U13 der Redskins auf die Kelkheim Lizzards (9.30 Uhr) und die Kassel Titans (13.15 Uhr). Mit von der Partie sind außerdem die Nauheim Wild Boys. „Einlass ist um 8 Uhr“, sagt Bürstadts Medienchef.

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