Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche VfR verliert in der Fußball-Kreisoberliga mit 0:4 gegen den effizienten SV Fürth / Rote Karte für Bozic

Bürstädter Abschluss-Schwäche

Bürstadt.Zum Hinrunden-Abschluss musste sich Fußball-Kreisoberligist VfR Bürstadt im Robert-Kölsch-Stadion dem SV Fürth mit 0:4 (0:3) geschlagen geben. Während die Gäste aus dem Odenwald mit nun 26 Punkten auf Platz fünf die bisher beste Hinrunde ihrer Kreisoberliga-Historie feierten, bleibt der VfR Bürstadt auf Rang 14 in akuter Nähe zur Abstiegszone. „Der Sieg für Fürth ist verdient, gerade in der ersten Halbzeit waren sie uns spielerisch überlegen. Sie haben im Spiel sechs gute Chancen, von denen sie vier reinmachen – und wir haben sechs gute Chancen, von denen wir keine reinmachen“, analysierte VfR-Trainer Goran Barisic.

„Mit unserer ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden, da haben wir richtig gut gespielt. In den zweiten 45 Minuten verkünsteln wir uns dann zu sehr im Spiel nach vorne. Dass wir das dann nicht souveräner nach Hause bringen ist aber wohl auch dem geschuldet, dass wir ein junges Team haben“, nahm SVF-Coach Ludwig Brenner die drei Punkte an alter Wirkungsstätte dennoch gerne mit. „Jetzt sieht es hier aus wie 1967, als ich beim VfR Bürstadt begonnen habe. Damals gab es ja noch keine Tribüne“, war für den ehemaligen VfR-Spieler Brenner der Anblick des Robert-Kölsch-Stadions ohne Tribüne gewöhnungsbedürftig.

Früher Rückstand

Nach drei Minuten ging der erste Fürther Schuss von Ylli Cermjani zwar noch am von Kevin Krezdorn gehüteten VfR-Gehäuse vorbei, doch sieben Minute später zappelte der Ball dann doch zum 0:1 (10.) im Netz. Den Schuss von Luca Joel Simon konnte Krezdorn noch parieren, aber Leon Weise war zur Stelle und schoss ein. „Noel Jurek ist eigentlich ein taktisch guter Spieler, aber da stand er völlig falsch“, bedauerte Barisic den frühen Rückstand. Für die Fürther spielte Timo Spies eine entscheidende Rolle, der die linke Abwehrseite der Platzherren immer wieder vor Probleme stellte. So auch in der 15. Minute, als Spies Leon Weise den Doppelschlag zum 0:2 (15.) ermöglichte. „Ich hatte erstmals auf ein 4-4-1-System umgestellt, um die Abwehr zu stabilisieren – und dann liegst du nach etwas mehr als zehn Minuten schon mit 0:2 hinten“, bemängelte Barisic die verschlafene Anfangsphase seiner Schwarz-Weißen. So hatte sich der VfR noch gar nicht richtig geschüttelt, da erhöhte SVF-Torjäger Armend Ramadani auf 3:0 (19.). Fast wäre kurz danach schon das 4:0 gefolgt, doch nach schönem Zuspiel von Spies zielte Sielmann über das Tor.

In der 24. Minute hatte dann Alaa Alhamo das 1:3 auf dem Fuß, scheiterte aber an SVF-Keeper David Hummel. Auch Haris Hodzic konnte den VfR nicht heranbringen, als er knapp das Tor verfehlte (40.). Auf SVF-Seite hätte Spies seine tollen ersten 45 Minuten fast mit einem Treffer gekrönt, sein Schuss knallte aber an den linken Pfosten (44.).

Zu Beginn von Hälfte zwei hatten die Hausherren gleich doppelt Pech, als zunächst Dennis Böck die Querlatte traf und Branko Bozic den Nachschuss an den rechten Torpfosten setzte (48.). Im direkten Gegenzug traf Ramadani zum 0:4 (49.). Ab der 57. Minute musste der VfR in Unterzahl agieren, nachdem der Schiedsrichter ein grobes Foulspiel des bereits mit Gelb verwarnten Branko Bozic mit glatt Rot geahndet hatte.

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