Lokalsport Südhessen

Judo Kämpfer des Zweitligisten überbrücken Zwangspause

Bürstädter trainieren unter freiem Himmel

Archivartikel

Bürstadt.Judotraining ohne Mund-Nasen-Schutz und ohne Anfassen: Wie soll das denn gehen? Die Wettkampfgruppe des 1. JCB hat einen Weg gefunden, die Corona-bedingte Zwangspause so kurz wie möglich zu halten. Seit vergangener Woche ist wieder ein „gemeinsames Vor-Ort-Training“ unter Einhaltung der aktuellen Hygieneregeln möglich. Und davon machten die Judoka des Oberliga-Meisters rege Gebrauch, schließlich hätte der JCB in der Kampfgemeinschaft mit Rimbach seit Mitte März sein Debüt in der 2. Bundesliga gegeben.

Übungen ohne Körperkontakt

Das Training besteht aus einem konditionellen Teil, Athletikübungen und natürlich aus judospezifischen Techniken in Form von Tandoku Renshu, dem sogenannten Schattenjudo. Dabei handelt es sich um Imitationsübungen zur Ausführung von typischen Bewegungsabläufen – ohne Partner. Als nichtwettkampfnahes Trainingsmittel dient das Schattenjudo zur Schaffung und Präzisierung von Bewegungsvorstellungen, zur Verbesserung der Präzision und Schnelligkeit des Bewegungsablaufs sowie zur speziellen Vorbelastung oder Kompensation von hohen psychophysischen Belastungen.

Schattenjudo ist oft Bestandteil des Rehabilitationstrainings nach Trainings- und Wettkampfverletzungen oder längerem Trainingsausfall. Eine spezielle Form ist Schattenjudo mit Geräten wie dem Gummiseil, Expanderfeder, Fahrradschlauch, Sprungseil, Gürtel und anderen Gegenständen, um den sportartspezifischen Bewegungsablauf gegen einen erhöhten Widerstand, als Partnerimitation, zu üben.

Neben verschiedenen Plätzen unter freiem Himmel steht den Wettkämpfern des 1. JCB nun auch die Sporthalle der Erich-Kästner-Schule zur Verfügung. Trainerin Nadine Müller war unter den gegebenen Umständen mit dem Outdoor-Training zufrieden. zg/red

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