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Fußball-Kreisoberliga Aufsteiger Azzurri Lampertheim geht mit fünf Neuzugängen in die Saison

Den Klassenerhalt als Ziel

Archivartikel

Lampertheim.Nach fünf Jahren Abstinenz ist die AS Azzurri Lampertheim nun wieder in die Fußball-Kreisoberliga Bergstraße zurückgekehrt und darf sich fortan in dieser achthöchsten Spielklasse beweisen.

Die Berechnung, die dazu führte, dass die Associazione Sportiva in der vergangenen Saison hinter der SSV Reichenbach den zweiten Platz in der Kreisliga A belegte, ist dabei nicht so einfach nachzuvollziehen. Neben dem aufgrund der Corona-Regelung ermittelten Koeffizienten muss noch erwähnt werden, dass den Lampertheimern letztlich vier Zähler abgezogen wurden. Einer wegen Nichterfüllen des Schiedsrichtersolls, drei weitere, weil Azzurri-Zugang Vincenzo Lucchese im Sommer 2019 zu früh eingesetzt wurde.

Martin Göring, der Trainer der Azzurri, braucht nicht lange zu überlegen, weswegen es zum nicht ganz geplanten Aufstieg kam und verweist nicht ohne Stolz auf den grandiosen Auftritt seiner Mannschaft am 8. März dieses Jahres. Da fegte seine Mannschaft den Konkurrenten TSV Reichenbach mit einem deutlichen 3:0 vom Platz. Es war das letzte Spiel vor der Corona-Krise – und dies wurde den traditionsreichen Lautertalern, die nun erstmalig niedriger spielen als ihr Ortsrivale SSV Reichenbach, letztlich zum Verhängnis.

Laufeinheiten im Käfertaler Wald

Göring ist voll des Lobes über die in der vergangenen Saison gezeigten Leistungen. Jetzt muss er den Blick allerdings auch nach vorne richten. Der Coach hat nicht nur eine leise Vorahnung, was in der Kreisoberliga auf ihn und seine Mannen zukommt, sondern ist sich vollends bewusst, dass sich seine Mannschaft gewaltig steigern muss. „Wir müssen unsere Zweikampfstärke verbessern und bei Standards gefährlicher werden“, sagt Göring und erhebt dabei seinen Zeigefinger. In der Kreisoberliga seien das Tempo höher und auch die Gegner ein Stück weit cleverer.

Aber auch auf die körperliche Fitness legt Göring großen Wert. Aus diesem Grund absolvieren seine Spieler während der Vorbereitung ein paar ungemütliche Laufeinheiten im Käfertaler Wald nahe dem Naherholungsgebiet Karlstern. Das passt gut, denn das Lampertheimer Adam-Günderoth-Stadion ist aktuell für den Sportbetrieb nicht geöffnet.

Um das Ziel „Ligaverbleib“ in trockene Tücher zu bringen, haben sich die Azzurri auf dem Spielermarkt umgesehen und gute Leute geholt. Allen voran Joey Gutschalk, der von der FSG Riedrode in seine Lampertheimer Heimat zurückkehrt. Aber auch Simon Hanusch und Dewran Kisin vom B-Ligisten FC Olympia Lampertheim darf der Sprung in die erste Mannschaft ruhigen Gewissens zugetraut werden.

Nicht zu vergessen sind Akeem Ojeaga, zuletzt Trainer bei der sich in Auflösung befindenden Mannschaft des VfB Lampertheim, und Marcel Fugsol von den A-Junioren des TV Lampertheim, die ebenfalls ihren festen Platz im Kader der Azzurri beanspruchen wollen. Dem stehen mit Tim Offenloch, Joshua Morsch, Semih Yücel und Emre Gülmez vier Abgänge aus der zuletzt erfolgreichen Mannschaft gegenüber.

„Ihr Weggang ist zweifelsohne ein menschlicher Verlust. Aber sportlich werden wir das hinbekommen, sie zu kompensieren“, erklärt Martin Göring optimistisch. Der Azzurri-Trainer kann darauf hoffen, dass sein Verein ähnlich wie in der Saison 2013/14, als die Lampertheimer erstmalig im Bergsträßer Fußballoberhaus am Start waren, die Kreisoberliga hält.

Die Runde darauf sah es aber dann nicht mehr so gut aus. Als sich der Abstieg im November 2014 bereits abzeichnete, heuerte Göring bei dem kleinen Verein an und hat die Mannschaft nun wieder nach oben gebracht. hias

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