Lokalsport Südhessen

Motorsport Starker Start für Bastian in der Blancpain-Serie / Klingmann und Dienst sind bereit

„Der Grundstein ist gelegt“

Archivartikel

Bergstraße.Der Saisonauftakt ist Nico Bastian geglückt. Der Motorsportler aus Hemsbach gewann mit seinen Teamkollegen Timur Boguslavskiy aus Russland und dem Brasilianer Felipe Fraga den ersten Lauf der Blancpain GT Series in ihrer Klasse, dem Silver Cup, und wurden auf dem Kurs im italienischen Monza trotz starker Konkurrenz Gesamtvierte. „Aufgrund der schwierigen Verhältnisse können wir mit Platz vier im Gesamtklassement und dem Sieg im Silver Cup sehr zufrieden und stolz sein“ erklärte der 28-jährige Bastian.

Den Grundstein legte das Trio des französischen Akka-Rennstalls bereits im Qualifying. Trotz schwieriger Bedingungen mit tiefen Temperaturen und vereinzelten Niederschlägen belegten die Drei den zweiten Startplatz. Aufgrund seiner Erfahrung als Titelverteidiger der Silver-Cup-Wertung übernahm zunächst Bastian das Steuer des Mercedes-AMG GT3 und setzte sich bereits nach wenigen Runden an die Spitze des mit 46 Boliden stark besetzten Feldes.

Fehler bei der Reifenwahl

Angesichts schwieriger Witterungsbedingungen vergriffen sich die Team-Verantwortlichen bei der Reifenwahl, so dass Boguslavskiy einige Positionen einbüßte, doch Fraga nutzte seine Erfahrung und rollte mit den schnellsten Rundenzeiten das Feld von hinten auf. Zum Ende des Rennens setzte der Brasilianer sogar zum Angriff auf das Gesamtpodium an, riskierte aber nicht alles, um den Sieg im Silver Cup nicht zu gefährden.

„Es war ein großer Vorteil, dass wir auf der zweiten Startposition standen. Die Sichtverhältnisse zu Rennbeginn waren wegen des aufgewirbelten Regens der Fahrzeuge miserabel. Je trockener es wurde, desto schneller wurde ich und habe zeitweise sogar die Führung übernommen“, blickte Bastian zufrieden auf die Startphase zurück. „Mit dem Sieg haben wir den Grundstein für die Titelverteidigung gelegt und wollen in zwei Wochen beim Sprintrennen in Brands Hatch daran anknüpfen“, blickte er voraus.

Bereits am Wochenende ist Bastian beim dritten Lauf der „VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“ mit dem Team Black Falcon am Start, um sich auf das 24-Stunden-Rennen in der Eifel vorzubereiten. Dort will dann auch Jens Klingmann wieder in der VLN fahren. Auf das dritte Rennen verzichtet der Leimener BMW-Werkspilot, da zeitgleich die Saison im ADAC GT Masters beginnt. In Oschersleben sitzt der 28-Jährige im BMW M6 GT3 von MRS GT-Racing. „Das ADAC GT Masters ist auch in diesem Jahr wieder unheimlich stark besetzt. Kleinigkeiten werden am Ende über die einzelnen Positionen entscheiden. Für den Saisonstart ist daher erst einmal das Ziel für uns in die Top-10 zu fahren und Punkte zu sammeln“, blickt Klingmann voraus.

Einer seiner Konkurrenten in Oschersleben wird Marvin Dienst sein. Der 22-jährige Lampertheimer sitzt im Mercedes des Schütz-Rennstalls aus Bobenheim/Roxheim. Nach zwei Jahren in anderen Rennserien kehrt Dienst in die ADAC GT Masters zurück. Der Vize-Weltmeister der World-Endurance-Serie 2017 teilt sich das Cockpit mit dem Australier Aidan Read.

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